
Krautwaschl führt Romawallfahrt nach Mariazell
Der neue steirische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl wird am Sonntag die diesjährige internationale Roma-Wallfahrt nach Mariazell leiten. Höhepunkt der Wallfahrt ist ein Festgottesdienst um 10 Uhr, den Bischof Krautwaschl in Konzelebration mit dem österreichischen Roma-Seelsorger Fabian Mmagu, dem Mariazeller Superior P. Karl Schauer sowie Pfarrer Helmut Schüller vor dem Gnadenaltar feiern wird.
Ab 14.30 Uhr steht ein Kulturprogramm mit verschiedenen Roma-Gruppen auf dem Vorplatz der Basilika auf dem Programm. Den Abschluss bildet danach ein Gebet bei der Marienstatue an der Nordseite der Basilika. Organisiert wird die Wallfahrt vom Referat für ethnische Gruppen in der Diözese Eisenstadt und dem Verein "Romano Centro" in Wien.
Die Mariazeller Wallfahrt ist das wichtigste Gemeinschaftsereignis der Roma und Sinti in mitteleuropäischen Ländern und geht auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Bis 1938, vor der Verfolgung und fast vollständigen Auslöschung der Volksgruppe während der NS-Zeit, war die Wallfahrt ein fester Bestandteil des Wallfahrtsgeschehens in Mariazell. Danach vergingen beinahe 60 Jahre, bis wieder Roma und Sinti zur "Magna Mater Austriae" pilgerten. Seit 1996 wird sie wieder jährlich abgehalten. In den vergangenen Jahren nahmen daran vorwiegend burgenländische und Wiener Roma teil, sowie Roma-Vertreter aus Deutschland, Ungarn und Slowenien.