
Pro Pfarre eine Flüchtlingsfamilie
Papst Franziskus hat angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingstragödie alle Pfarren, religiöse Gemeinschaften, Klöster und Heiligtümer in Europa aufgerufen, eine Familie aufzunehmen. Das wäre eine konkrete Geste der Solidarität und der christlichen Nächstenliebe zum bevorstehenden Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, sagte er am Sonntag bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Er richte sich mit seinem Appell an alle Pfarreien und Einrichtungen in Europa, angefangen in seiner Diözese Rom, sagte Franziskus vor mehr als 10.000 Gläubigen auf dem Petersplatz. Auch die beiden Pfarrgemeinde des Vatikan würden in diesen Tagen zwei Flüchtlingsfamilien aufnehmen, hob er hervor.
Das Evangelium verlange angesichts der Tragödie von zigtausenden Flüchtlingen, die vor Tod, durch Krieg und Hunger fliehen, dass man ihnen Nächstenliebe erweise. "Ich richte mich an meine Brüder Bischöfe von Europa, dass sie in ihren Diözesen diesen meinen Appell unterstützen, und daran erinnern, dass Barmherzigkeit der zweite Namen von Liebe ist", sagte der Papst.
Papst Franziskus hat herzliche Grüße an die 11. Afrikanischen Spiele gerichtet, die am Freitag in Brazzaville in der Republik Kongo eröffnet wurden. "Ich hoffe, dass dieses große Fest des Sports zu Frieden, Brüderlichkeit und zur Entwicklung aller Länder Afrikas beiträgt", sagte er am Sonntag bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz. An der Sportveranstaltung, die vor 50 Jahren zum ersten Mal ebenfalls in Brazzaville stattfand, nehmen Tausend Athleten aus dem ganzen Kontinent teil.
Papst Franziskus hat am Sonntag die drei spanischen Ordensfrauen gewürdigt, die am Vortag in ihrer Heimatstadt Gerona als Märtyrer seliggesprochen worden waren. Trotz Drohungen und Einschüchterungen seien sie mutig an ihren Platz geblieben, um den Kranken zu helfen, im Vertrauen auf Gott", sagte der Papst vor mehr als Zehntausend Gläubigen auf dem Petersplatz. Sie seien für ihren Glauben an Christus und die Kirche gestorben, hob er hervor.
"Möge ihr heroisches Zeugnis - bis zum Blutvergießen - all jenen Kraft geben, die heute wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt werden", so der Papst. - Die Zeremonie in Gerona hatte am Samstag der für Seligsprechungsverfahren zuständige Kurienkardinal Angelo Amato vollzogen.
Papst Franziskus hat an den 18. Todestag der seligen Mutter Teresa von Kalkutta (1910-97) erinnert. "Die Barmherzigkeit Gottes erkennt man über unsere Werke, wie uns das Leben der seligen Mutter Teresa von Kalkutta bezeugt hat", sagte er am Sonntag bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz vor mehr als 10.000 Gläubigen.
Die aus Albanien stammende Ordensgründerin und Friedensnobelpreisträgerin war am 5. September 1997 gestorben. Bereits nach sechs Jahren wurde sie am 19. Oktober 2003 in einem der kürzesten Verfahren der Geschichte seliggesprochen.