
600 Notschlafplätze in Wiener Pfarren
Etliche Pfarren in Wien beteiligen sich an der intensiven Suche nach Notquartieren für die derzeit aus Ungarn ankommenden Flüchtlinge. Bereits aus 18 Pfarrgemeinden gibt es verbindliche Zusagen, kurzfristig für insgesamt bis zu 600 Flüchtlinge ein Nachtquartier in Pfarrsälen bereitzustellen, meldete die Erzdiözese Wien am Freitag. "Falls die Weiterleitung von Flüchtlingen in Zügen und die Unterbringung im Umkreis der Wiener Bahnhöfe nicht mehr ausreicht, können unsere Pfarren einspringen. Die Flüchtlinge sollen nicht im Freien schlafen müssen", wird der diözesane Flüchtlingskoordinator Rainald Tippow in einer Aussendung am Freitag zitiert.
"Die Hilfsbereitschaft ist groß und die Pfarren unkompliziert", so Tippow, der mit dem derzeitigen Angebot an Notquartieren "das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht" sah: Auch mit weiteren Pfarren sei man im Gespräch, ein weiterer Anstieg der zur Verfügung gestellten Notschlafplätze erwartbar.
Die Erzdiözese Wien hat sich zum Ziel gesetzt, dass in ihrem Gebiet kirchliche Stellen 1.000 Dauerwohnplätze für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Die Notschlafplätze für eine oder ein paar Nächte würden dabei nicht mitgezählt, sie seien jedoch trotzdem eine große Hilfe, so Tippow.