
Ausstellung über die Frau hinter "Schindlers Liste"
Eine Ausstellung über Emilie Schindler, die Ehefrau von Oskar Schindler, ist im Herbst in vier kirchlichen Bildungshäusern in Oberösterreich zu sehen. Oskar Schindler wurde vor allem durch Steven Spielbergs Film "Schindlers Liste" einer breiten Öffentlichkeit bekannt, seine Frau stand hingegen nicht im Rampenlicht. Das Ehepaar Schindler rettete rund 1.200 Juden im NS-Regime das Leben.
Die Ausstellung beginnt am 17. September in Ried im Innkreis im Bildungszentrum St. Franziskus. Ab 19. Oktober ist die Ausstellung in Linz im Bildungszentrum Haus der Frau zu sehen. Dann geht es ab 5. November weiter nach Steyr in das Dominikanerhaus und ab 24. November nach Attnang-Puchheim in das Maximilianhaus.
In jedem Ausstellungsort werden in Zusammenarbeit mit Friedensinitiativen vor Ort spezielle Events, wie Vorträge, Filmvorführungen oder Schulveranstaltungen, angeboten. Die Ausstellung eignet sich laut Veranstaltern auch besonders für Besuche mit Schulklassen und Gruppen.
Emilie Schindler lebte nach dem zweiten Weltkrieg (ab 1949) gemeinsam mit ihrem Mann in Argentinien. Nachdem sich das Paar auseinandergelebt hatte, kehrte Oskar Schindler 1957 nach Deutschland zurück, wo er 1974 starb. Emilie blieb in Argentinien und kehrte erst kurz vor ihrem Tod 2001 nach Deutschland zurück.
Die argentinische Jüdin Prof. Erika Rosenberg-Band schrieb eine Biographie von Oskar und Emilie Schindler. Sie stellte die Ausstellung mit Hintergrundinformationen zu Emilie und Oskar Schindler zusammen und wird auch selbst bei mehreren Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung zugegen sein.
(Infos: www.dioezese-linz.at)