"Ihr seid ein Schatz für die Kirche"
"Ihr seid ein Schatz für die Kirche - bereichert sie weiterhin mit Euren Talenten": Mit diesen Worten ermutigte der Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics, zugleich bischöflicher Protektor für den Mesnerdienst, die rund 5.000 Mesner, die in ganz Österreich und Südtirol ihren Dienst in katholischen Gotteshäusern versehen. Rund 500 von ihnen nahmen kürzlich an der im Fünfjahresrhythmus organisierten Mesnerwallfahrt teil, die mit einem Gottesdienst in der Basilika Rankweil ihren Höhepunkt fand.
Mesner seien unverzichtbarer Bestandteil der christlichen Gemeinschaft und eines zeitgemäßen Seelsorgeraumes, betonte Zsifkovics. Gerade die pastorale Neustrukturierung und die damit verbundene Stärkung von Partizipation, Eigenverantwortung, Teamarbeit und Vernetzung der einzelnen Gemeindemitglieder unterstreiche die Bedeutung der Mesner als "Brückenträger von Gemeinde und Priester, von Kirche und Welt".
Zsifkovics ließ sich für seine Würdigung des Mesnerdienstes von der in der Basilika stehenden Statue der "Sieben Schmerzen Marias" inspirieren, die Grundaspekte des Christseins veranschauliche. So sei das "geneigte Haupt" der Gottesmutter ein Gegenbild zur Selbstherrlichkeit, die Haltung des "Hineinbeugens" in die Nöte, Sorgen und Leiden der Welt komme auch im Dienst als Mesner zum Ausdruck. Der Bischof würdigte christliche "Pieta-Existenzen", die sich durch "ausgestreckte Arme" und ein "offenes Herz" auszeichneten.
Rankweil zählt zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten im gesamten Bodenseeraum. Seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert pilgern Wallfahrer auf den Liebfrauenberg, zunächst stand die Verehrung des heiligen Kreuzes im Mittelpunkt der Wallfahrt. Im 14. Jahrhundert wandelte sich Rankweil zu einem Marienwallfahrtsort. Im Zuge der letzten großen Innenrenovierung im Jahr 1986 verlieh Papst Johannes Paul II. der Landeswallfahrtskirche von Vorarlberg den Titel "Basilica minor".
Quelle: kathpress