
Caritas sammelt im Sommer über 250.000 Euro
Die Caritas St. Pölten zieht eine erfreuliche Bilanz über das Spendenaufkommen in den Sommermonaten: 263.800 Euro konnte die Organisation für die Kampagne "Zukunft ohne Hunger" und Kriegsvertriebene im Nahen Osten sammeln. Mit dem Geld werden Ernährungs-, Wasser-, Landwirtschafts-, Viehzucht- und Bildungsprojekte unterstützt, teilte die Organisation am Donnerstag in einer Aussendung mit. Auch Kriegsvertriebenen wird direkt im Libanon, Irak und Jordanien geholfen. Mehr als zwölf Millionen Menschen seien dort auf Überlebenshilfe angewiesen, hieß es seitens der Caritas. Mit den Spendenerlösen sollen Flüchtlingsfamilien mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygienepaketen, sowie Matratzen, Decken und Küchenutensilien unterstützt werden.
Viele Niederösterreicher hätten ein leeres Gurkenglas zum Katastrophenhelfer gemacht, indem sie über den Sommer Kleingeld für die Caritas Kampagne "Zukunft ohne Hunger" sammelten, freute sich die Caritas. Hinzu kommen Gelder aus der Augustsammlung in den Pfarren und Spenden von Privatpersonen und Unternehmen.
Lukas Steinwendtner, Leiter der Auslandshilfe der Caritas St. Pölten, über die Verwendung des Geldes: "Im Senegal sind 27 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren chronisch unterernährt. Das sind 564.000 Kinder, die aufgrund von Unterernährung akut gefährdet sind, vor ihrem fünften Jahr zu sterben oder sich nicht richtig körperlich entwickeln können. Mit Schulgärten für Kinder, gemeinschaftlichen Gemüsegärten, Tierzucht, Brunnen - und Zisternenbau in Tambacounda, Kolda und Ziguinchor leisten wir einen wichtigen Beitrag, die Ernährungssituation armer Familien in entlegenen Regionen erheblich zu verbessern. Familien können ihre Kinder und sich selbst dadurch besser ernähren und sind besser gegen die Folgen von Unterernährung geschützt."
Quelle: kathpress