"Provokante Blicke auf das Ordensleben"
Vom 23. bis 25. November kommen im Wiener Kardinal König-Haus die Verantwortlichen der heimischen Ordensgemeinschaften zur traditionellen Herbsttagung zusammen. Die Ordensleute beraten über aktuelle Entwicklungen im Spitals- und Pflegewesen, im Bereich der Ordensschulen, der Kulturgüter und in den Missionsorden. Zudem tagen das Präsidium der Vereinigung der Frauenorden und die Generalversammlung der Superiorenkonferenz der Männerorden.
Am Dienstag, 24. November, steht der "Ordenstag" unter dem Motto "Heute im Blick. Plädoyer für eine Kirche, die mit den Menschen geht". Zum "Ordenstag" in der Lainzer Konzilsgedächtniskirche werden Hunderte Mitglieder der 200 in Österreich ansässigen Frauen- und Männerorden erwartet. P. Martin Werlen vom Schweizer Kloster Einsiedeln wird in zwei Impulsvorträgen einen "provokanten Blick auf das Ordensleben" richten sowie über die "Herausforderungen des Zeitgeistes und die Treue zum Charisma" nachdenken. Werlen stand als Abt von 2001 bis 2013 an der Spitze der Klostergemeinschaft von Einsideln. Er hatte sich u.a. als "Twitter-Abt" einen Namen gemacht, zumal er zu den frühen aktiven Nutzern des Kurznachrichtendienstes gehörte.
Am Nachmittag stehen u.a. die bisherigen Aktivitäten im Jahr der Orden und gelungene Beispiele, wie sich Ordensgemeinschaften für Flüchtlinge engagieren, auf dem Programm. Abgeschlossen wird der Ordenstag mit einer Eucharistiefeier um 16 Uhr.
"Kommt die Mission zu uns?"
Die Jahrestagung des Missionsreferates der Ordensgemeinschaften am Montag, 23. November, hat heuer den Schwerpunkt "Kommt die Mission zu uns?" Dazu hält u.a. der Innsbrucker Missionswissenschaftler Prof. Franz Weber einen Vortrag. Weiters stehen ein Bericht von der Fachtagung Weltkirche im Stift Lambach von Katrin Morales von der Jesuitenmission Österreich sowie Informationen über die entwicklungspolitische Arbeit der Weltkirche von Heinz Hödl, Geschäftsführer der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz, auf dem Programm.
Am Montag tagt auch die Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler sowie Alten- und Pflegeheime. U.a. geht es dabei um die "Marke Ordensspitäler". Dahinter verbirgt sich ein Prozess hin zu einer deutlicheren gemeinsamen Identität der rund 30 heimischen Ordenskrankenhäuser.
Der Mittwoch der Herbsttagung, heuer der 25. November, ist traditionell den Schulen und den Experten für die Kulturgüter gewidmet. Die Informationstagung des Referats für die Kulturgüter der Orden bietet dabei ein buntes Programm: Über den Umgang mit liturgischen Büchern in Klosterbibliotheken berichtet Stefan Dorninger von der Diözesanbibliothek Salzburg. "Zeugnisse religiöser Volkskunst" präsentiert Roswitha Orac-Stipperger vom Universalmuseum Joanneum Graz. Über die deutsche Ordensarchive berichtet Clemes Brodkorb vom Provinzarchiv der Jesuiten in München. P. Alkuin Schachenmayr vom Stift Heiligenkreuz referiert schließlich über "Sterben, Tod und Gedenken in barocken Prälatenklöstern".
Die Schulerhalter der Orden tagen parallel zu aktuellen Herausforderungen für Ordensschulen. "Plädoyer für eine Schule, die mit den Menschen geht" lautet der Titel des Vortrags des Berliner Psychotherapeuten Günter Funke. Zum gleichen Thema wird auch Christine Mann, Präsidentin des Europäischen Komitees für das Katholische Schulwesen, sprechen. Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, wird das neue Bildungsreferat der Orden vorstellen. Schließlich wird auch noch der St. Georgs-Bildungs-Preis des Hauptverbandes Katholischer Elternvereine Österreichs verliehen.
Informationen zum Programm der "Herbsttagung" unter www.ordensgemeinschaften.at
Quelle: kathpress