kathbild.at / Franz Josef Rupprecht, Franz Josef Rupprecht
Kriegsopfergedenken ist Christenpflicht
"Es wäre vielleicht bequem, aber es ist weder human noch christlich", auf das Gedenken an Kriegsopfer zu vergessen. Wie der emeritierte Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari am Wochenende bei einem Gedächtnisgottesdienst in der slowenischen Untersteiermark betonte, "müssen wir als Staatsbürger und als Christen auf großes Unrecht hinweisen, gleichviel von wem es getan wurde oder getan wird". An dem Gottesdienst bei Huda Jama nahe von Lasko nahm er in Vertretung seines zeitlich verhinderten Nachfolgers Bischof Wilhelm Krautwaschl teil.
Viele Millionen von Menschen aus vielen Völkern verloren im Zweiten Weltkrieg ihr Leben, auch danach habe das Töten kein Ende gefunden, sagte Kapellari. Der Barbara-Stollen der kleinen Ortschaft Huda Jama wurde erst nach dem Weltkriegsende zum Massengrab. Bei den mehr als 700 Toten, deren sterbliche Überreste erst lange danach gefunden wurden, handelt es sich wahrscheinlich um Soldaten der Achsenmächte, darunter Angehörige der kroatischen und slowenischen Heimwehr. Die Täter waren vermutlich slowenische Partisanen.
"Wir stehen hier an einem der vielen Orte, wo im Jahr 1945 eine große Zahl von Menschen auf bestialische Weise ermordet worden sind", sagte Bischof Kapellari. Im Blick auf die Toten von Huda Jama und die vielen anderen Menschen, die damals Opfer ungerechter Gewalt geworden sind, gelte es heute "beharrlich Brücken zwischen Menschen und Völkern zu bauen, damit der Hass von gestern keine Zukunft hat". Das Gebet darum ergehe in der Mitte eines Europa, "das wieder sehr instabil geworden ist", so der Bischof in seiner Ansprache.
Viele Millionen von Menschen aus vielen Völkern verloren im Zweiten Weltkrieg ihr Leben, auch danach habe das Töten kein Ende gefunden, sagte Kapellari. Der Barbara-Stollen der kleinen Ortschaft Huda Jama wurde erst nach dem Weltkriegsende zum Massengrab. Bei den mehr als 700 Toten, deren sterbliche Überreste erst lange danach gefunden wurden, handelt es sich wahrscheinlich um Soldaten der Achsenmächte, darunter Angehörige der kroatischen und slowenischen Heimwehr. Die Täter waren vermutlich slowenische Partisanen.
"Wir stehen hier an einem der vielen Orte, wo im Jahr 1945 eine große Zahl von Menschen auf bestialische Weise ermordet worden sind", sagte Bischof Kapellari. Im Blick auf die Toten von Huda Jama und die vielen anderen Menschen, die damals Opfer ungerechter Gewalt geworden sind, gelte es heute "beharrlich Brücken zwischen Menschen und Völkern zu bauen, damit der Hass von gestern keine Zukunft hat". Das Gebet darum ergehe in der Mitte eines Europa, "das wieder sehr instabil geworden ist", so der Bischof in seiner Ansprache.
Quelle: kathpress