
Hannes Ziselsberger ab September neuer Caritas-Direktor
In der Caritas der Diözese St. Pölten steht ein Führungswechsel bevor: Hannes Ziselsberger wurde von Diözesanbischof Klaus Küng zum Nachfolger von Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck ernannt, der nach 20 Jahren sein Amt in jüngere Hände legen will. Ziselsberger wird nach einer Übergangszeit im August mit 1. September 2016 die Funktion übernehmen, teilte die Diözese am Donnerstag mit. Schuhböck begrüßte die Personalentscheidung und lobte seinen Nachfolger als Person, die die St. Pöltner Caritas "tatkräftig, kompetent und zielstrebig" in die Zukunft führen werde.
Hannes Ziselsberger (46) studierte an der Wiener Wirtschaftsuniversität Betriebswirtschaft und an der Fachhochschule St. Pölten Soziale Arbeit. Von 1995 bis 2001 war er wirtschaftlicher Assistent bei der St. Pöltner Caritas, dann bis 2008 bei der Caritas der Erzdiözese Wien für deren Einrichtung für Menschen mit Behinderungen in Retz zuständig. 2008 wurde Ziselsberger Geschäftsführer im "Verein Wohnen" in St. Pölten und übernahm 2013 auf Ersuchen der Gesellschafter auch die Prokura in der "Psychosoziale Zentrum Schiltern GesmbH". Er ist Vater von vier Kindern und lebt in Herzogenburg.
Erfreut hat am Donnerstag Caritas-Präsident Michael Landau auf die Ernennung Ziselsbergers reagiert. Bischof Küng habe eine "weitsichtige" Personalentscheidung getroffen. Der neue St. Pöltner Caritas-Direktor sei mit der täglichen Arbeit für Menschen in Not bereits vertraut und habe sich durch die langjährige und engagierte Mitarbeit in der Caritas und in der aktuellen Leitungstätigkeit bestens für sein neues Wirkungsfeld vorbereitet, so Landau.
Besonderen Dank sprach Landau dem scheidenden Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck aus. Dessen Engagement für Menschen am Rande der Gesellschaft sei "herausragend" gewesen, habe er doch in seiner langjährigen Leitungstätigkeit u.a. wichtige Aufbauarbeit im Bereich psychosozialer Dienste und in der konkreten Unterstützung für Menschen mit Behinderungen geleistet.
"Als Diakon war und ist ihm die kirchliche Identität der Caritas stets ein besonderes Anliegen. Zugleich galt sein Augenmerk auch dem Bestreben, die Caritas zu den Menschen zu bringen und mit den Menschen zu leben", so Landau. Folgerichtig seien auch die Förderung der Pfarrcaritas und des freiwilliges Engagements stets im Zentrum von Schuhböcks Wirken gestanden.
Quelle: kathpress