
Diözese Innsbruck sammelt 768.000 Euro
Als "starkes Zeichen der Solidarität mit Menschen in Ländern des Südens" bezeichnet die Diözese Innsbruck die Adventsammlung "Bruder und Schwester in Not", deren Ergebnis nun präsentiert wurde: 768.203,53 Euro seien von den Tirolern gespendet worden und gehen nun an 35 Projekte der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit, hieß es in einer Aussendung vom Samstag. Schwerpunktmäßig gehe es dabei um die Begleitung von Frauen beim Durchbrechen der Armutsspirale. In welcher Form dies geschieht, veranschaulicht eine Projektpartnerin aus Ostafrika.
Starthilfen wie etwa eine Kuh können wesentlich dazu beitragen, die Lebensumstände in ländlichen Regionen Ostafrikas zu verbessern, zeigt Josephine Lubyayi aus Uganda, derzeit auf Einladung von Welthaus Österreich zu Gast in Tirol. Die Bäuerin, die mit ihrem Mann und sechs Kindern eine kleine Landwirtschaft in einem Dorf nahe des Victoriasees führt, konnte infolge dieser Anfangsunterstützung inzwischen selbst genügend Einkommen für den Erwerb dreier weiterer Kühe erzielen, deren Milch sie nun an die Molkereigenossenschaft verkauft.
Lubyayi pflanzt außerdem Bananen, Kaffee und Gemüse und betreibt mit dem Kuhmist und -urin eine hauseigene Biogasanlage zur Gaserzeugung für das Kochen. Mittlerweile ist sie in ihrer Region zur Vorzeigebäuerin geworden, hält Kurse und empfängt Schulklassen auf ihrem Hof. Ihr Best Practice-Modell wird sie nächste Woche auch in Innsbruck präsentieren - am Montag (17.15 Uhr) im Management Center, am Mittwoch (19 Uhr) bei einem "Dinner Club" im Pfarrsaal der Schutzengelkirche sowie am Samstag (14.15 Uhr) in der Volksschule Neu-Rum.
Ziel der Aktion "Bruder und Schwester in Not" ist es, Menschen an ihrem Lebensort Zukunftsperspektiven zu geben und sie bei der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen zu unterstützen. Die Adventsammlung ist eine der bekanntesten Spendensammlungen in Tirol und besteht seit über 55 Jahren. (Infos: http://www.bsin.at)
Quelle. kathpress