
Wiener Pfarrer sorgt für "Kriminelles" in "Langer Nacht"
"Kriminelles" in der "Langen Nacht der Kirchen" am Freitagabend hat die Erzdiözese Wien angekündigt: "Das geheimnisvolle Kloster", der zweite Kriminalroman des Pfarrers und Rektors der Wiener Canisiuskirche, Johannes Gönner, wird um 21.30 Uhr in der Krypta des Gotteshauses im 9. Wiener Gemeindebezirk (Lustkandlgasse 36) auszugsweise szenisch aufgeführt. Anschließend signiert der literarisch tätige Priester sein im Benno-Verlag erschienenes neues Werk.
Bereits vor zwei Jahren hatte Gönner mit seinem Erstlingswerk "Nichts ist vergessen" für Aufsehen gesorgt. "Den neuen Roman habe ich in den vergangenen beiden Sommern geschrieben", erzählte er auf der Website der Erzdiözese Wien. Auch diesmal stehen die Canisiuspfarre als Schauplatz und deren Pfarrer "Stefan" im Mittelpunkt: Eine mysteriöse Marienerscheinung und unheimliche Dinge ereignen sich in der Pfarre. Flüchtlinge und Waffenhändler spielen eine Rolle, Gönner schätzt seinen zweiten Band als "vielleicht noch krimimäßiger" ein als den Erstling.
Freilich sei es ihm nicht darum gegangen, die Spannung "mit der Anzahl von Toten zu erhöhen", stellte der Rektor klar. Auch wenn er selber Krimis liest, interessiere ihn das Kriminalgeschehen in seiner Brutalität nur insofern, "als es Menschen vielleicht dazu bringt, sich mehr zu zeigen als sonst". Die klerikale Hauptfigur habe "gewisse Züge von mir", bekannte Gönner, etwa seine Vorliebe für Archäologisches.
In Deutschland gibt es neun evangelische Pastoren und Pastorinnen, die Krimis schreiben. In Österreich ist Johannes Gönner bisher der einzige Kleriker, der dieser Passion frönt. Es sei nicht auszuschließen, dass bald ein dritter Band entsteht.
Der Krimi "Das geheimnisvolle Kloster" umfasst 376 Seiten und ist bei der szenischen Lesung und im Buchhandel erhältlich. (Alle Infos zum 10. Juni: www.langenachtderkirchen.at)
Quelle: kathpress