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Gottesdienst zum Gedenken an Amokfahrt vor einem Jahr
Mit einem Gedenkgottesdienst in der Stadtpfarrkirche Graz wurde am Sonntagvormittag der Opfer der Amokfahrt von Graz gedacht. Am Montag vor einem Jahr verloren drei Menschen in der Grazer Innenstadt bei einer Amokfahrt des damals 26-jährigen Alen R. aus Kalsdorf ihr Leben, 36 Passanten wurden verletzt. Mehrere hundert Menschen waren der Einladung des Grazer Stadtpfarrpropstes Christian Liebnitz am Sonntag gefolgt, um der Opfer zu gedenken, berichtete der "ORF Steiermark" am Sonntag.
Die Amokfahrt durch mehrere Straßen der Grazer Innenstadt hatte am 20. Juni 2015 nur wenige Minuten gedauert, schlussendlich aber drei Todesopfer gefordert; unter ihnen auch ein vierjähriger Bub, der unmittelbar vor der Stadtpfarrkriche sein Leben verlor. Am Sonntag war die Kirche "Zum Heiligen Blut" in der Grazer Herrengasse gut gefüllt und es brannten etliche Gedenklichter.
In seiner Predigt appellierte Leibnitz an die Zuhörer, den Zusammenhalt der Gemeinschaft zu stärken: "Es geht darum, gegen alle Ausgrenzung, Gegnerschaft und Feindschaft aufzutreten. Gegen Hetze, Tod, Vernichtung und Terror hat nur die Macht der Liebe eine Chance." Viele quäle die Frage, "warum ist es passiert, warum hat es mich getroffen?", wichtiger sei aber die Frage, so Leibnitz, "woher bekommen wir Trost und was lässt uns nicht ins Bodenlose versinken?".
An der Messe nahmen u.a. Bürgermeister Siegfried Nagl, Soziallandesrätin Doris Kampus und Bildungs- und Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner teil. Am frühen Sonntagabend fand ein weiterer Gedenkgottesdienst in der Stadtpfarrkirche im Beisein von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer statt. Am eigentlichen Jahrestag, am Montag dem 20. Juni, wird es im Rathaus eine geschlossene Trauerveranstaltung für Opfer und Angehörige geben. Im "GrazMuseum" liegen an dem Tag die Kondolenzbücher von 2015 auf.
Quelle: kathpress