
Countdown für Österreichs größte Jugendsozialaktion läuft
Der Countdown läuft: Noch 72 Tage sind es ab Montag, 8. August, bis zum Start von Österreichs größter Jugendsozialaktion "72 Stunden ohne Kompromiss". Bei der achten Auflage der Jugendinitiative werden sich von 19. bis 22. Oktober bis zu 5.000 Jugendliche in österreichweit 400 Einzelprojekten für soziale Belange einsetzen und 72 Stunden lang gemeinnützige Aufgaben lösen, kündigten die Veranstalter am Wochenende an. Die von der Katholischen Jugend Österreich (KJÖ) in Zusammenarbeit mit "youngCaritas" und "Hitradio Ö3" organisierten "72 Stunden ohne Kompromiss" stehen heuer unter dem Aktionsmotto "Schalt dich ein!".
Die Vorbereitungen für die Jugendsozialaktion laufen bereits auf Hochtouren: Soziale, nachhaltige Projekte werden gesammelt, die die Jugendlichen im Oktober in Angriff nehmen können. Zahlreiche soziale Einrichtungen, Betriebe und Vereine arbeiteten bereits mit den Organisatoren zusammen, berichtete KJÖ-Vorsitzende Sophie Matkovits. Man sei mit den "72 Stunden" direkt bei den Menschen und ihren Problemen und Herausforderungen. "Die Jugendlichen erleben hautnah mit, was es heißt, sich für den Nächsten oder die Nächste einzusetzen", fügte Matkovits hinzu.
Im Fokus der Sozialaktion steht heuer speziell die Vielfalt des Lebens. "Wir können nur gemeinsam und in gutem Miteinander die anstehenden Aufgaben bewältigen. Dafür braucht es Toleranz und Akzeptanz Menschen gegenüber, die am Rand der Gesellschaft stehen", hob Caritas-Präsident Michael Landau hervor. Die "72 Stunden" böten allen Beteiligten die Chance aufeinander zu zugehen.
Für die Aktion anmelden können sich auf der Projektwebsite www.72h.at Einzelpersonen im Alter von 14 bis 25 Jahren, aber auch ganze Jugendgruppen, Schulklassen, Lehrlinge und Jugendleiter. Auch die Einreichung von Projekten, die die Jugendlichen im Rahmen von "72 Stunden ohne Kompromiss" umsetzen sollen, ist bis 27. September über die Website möglich.
Dem Ideenreichtum ist dabei kaum Grenzen gesetzt, wie erste Beispiele der geplanten Herausforderungen für die Jugendlichen zeigen: In Innsbruck etwa wird eine Jugendgruppe im "abrakadabra", einer Einrichtung für suchtkranke Menschen, gemeinsam mit den Klienten Laptoptaschen aus Recyclingmaterial gestalten. Aufgabe der Jugendlichen ist, sich ein Konzept zu überlegen - von der Herstellung bis zur Vermarktung. Schließlich ist geplant, dass die Klienten die Laptoptaschen später selbstständig herstellen können, damit diese dann in weiterer Folge u.a. auf Weihnachtsmärkten verkauft werden.
"Vielfalt leben" werden auch die Teilnehmer eines "72 Stunden"-Projekts im steirischen Heiligenkreuz am Waasen. Ziel ist dort die Organisation eines interkulturellen Fußballturniers als Zeichen gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Die Aufgaben der Jugendlichen werden dabei von der Gestaltung der Siegerpreise, über die Teambildung bis hin zur Austragung des Turniers selbst reichen.
In Oberösterreich sind u.a. Projekte zur Verschönerung von Unterkünften obdachloser Menschen und Asylwerbern geplant. Jugendliche werden auch den Garten einer Einrichtung für psychisch kranke Menschen neu gestalten und alten Menschen im Seniorenheim Zeit schenken.
Die Idee zu den "72 Stunden ohne Kompromiss" stammt aus Deutschland. Mittlerweile wird die Initiative in elf europäischen Ländern regelmäßig durchgeführt. In Österreich fand die Sozialaktion 2002 zum ersten Mal statt und wird seither alle zwei Jahre organisiert.
(Infos: www.72h.at)
Quelle: kathpress