
Best-Practice-Konferenz zu sozialem Unternehmertum
Von 22. Bis 24. Februar werden im Rahmen der "Zero Project Conference" wieder Unternehmen ins Wiener United Nations Office eingeladen, um innovative Projekte aus dem In- und Ausland zur Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt zu präsentieren. Die Präsentation orientiert sich an der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen. Sie setzt sich für eine Welt ohne Barrieren ein.
Initiator war die Essl-Stiftung im Jahr 2010 - bzw. deren Stifter Martin und Gerda Essl -, wie es auf www.gebaerdenwelt.tv heißt. Erwartet werden in der Wiener UNO-City mehr als 500 Teilnehmer aus rund 70 Ländern. Angekündigt sind 56 Praxis-Berichte, politische Maßnahmen und Sozialunternehmen, aber auch Konzerne wie Microsoft und Cisco, berichtete "Die Presse" (Mittwoch).
Bei den jährlichen internationalen Konferenzen werden Best-Practice-Beispiele vorgestellt, die aus Umfragen nach UNO-Kriterien bei 3.000 Organisationen, NGOs und Experten in 120 Ländern stammen. Innovative Modelle sollen nach Österreich gebracht und finanziell und organisatorisch unterstützt werden, bis sie selbsttragend sind. Die finanziellen Mittel stammen aus der Stiftung.
Ab dem Frühjahr werden die Integrationsbeispiele österreichischen Unternehmen im Rahmen von acht Landeskonferenzen präsentiert. Das soll Betriebe motivieren, behinderte Menschen einzustellen.
"Blendendes Beispiel dafür, wie Behinderten-Begabungen genutzt werden können", sei etwa Autismus-Programm "Secialisterne", berichtete Martin Essl, Stifter der Essl-Foundation, im "Presse"-Interview. Autisten könnten etwa in der IT-Entwicklung enorme Beiträge leisten.
Ex-Baumax-Chef Essl widmet sich seit dem Zwangsverkauf der Baumarktkette 2016 verstärkt sozialen Belangen. Baumax hat sich bereits in den letzten Jahrzehnten mit behindertengerechten Werkstätten und der Unterstützung von Organisationen wie Caritas und Diakonie engagiert.
Ziel der Essl-Foundation sei es, "weltweit nach den besten Ideen für Menschen mit Behinderungen zu suchen und bei der Umsetzung zu unterstützen", so der Stifter. Gemeinsamer Sitz mit anderen Organisationen ist das "Haus der Philantropie" in der Wiener Börse. Vision dieses von Immobilienunternehmer Hermann Rauter initiierten Hauses ist laut "Immobilien Magazin" (www.immobilien-magazin.at) die Stärkung sozialen Engagements. (Weitere Informationen zur "Zero Project Conference" unter https://conference.zeroproject.org)
Quelle: kathpress