
MKV-"Pennälertag" mit Nachhaltigkeits-Symposion
Zu einem "Green-Event" hat der Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) sein 75. MKV-Jahrestreffen ("Pennälertag") mit rund 3.000 Teilnehmenden in Wien gemacht. Unter dem Titel "A - wie Abfall. Z - wie Zukunft" wurde am Pfingstsonntag von den Couleurstudenten im Wiener Rathaus ein Symposium zum Thema Nachhaltigkeit abgehalten, hieß es in einer Aussendung am Montag. "Als katholische Couleurstudenten fühlen wir uns sowohl ethisch als auch politisch verpflichtet, uns mit der Nachhaltigkeit zu beschäftigen", betonte der MKV-Vorsitzende Walter Gröblinger.
Beim MKV würden Alt und Jung im Sinne einer Ausgewogenheit der Generationen für eine lebenswerte Zukunft arbeiten. Auch wenn Nachhaltigkeit "nicht en vogue" sei, ist sich Gröblinger sicher, mit diesem Thema "absolut richtig zu liegen". Das Organisationsteam des Pennälertages habe die seit Freitag laufende Veranstaltung betont umweltschonend gestaltet und wurde dafür auch mehrfach mit dem österreichischen Umweltzeichen bzw. dem Wiener Öko-Label für Events ausgezeichnet.
Höhepunkt des Treffens war am Pfingstsonntag das Pontifikalamt mit Kardinal Christoph Schönborn im Wiener Stephansdom, an dem mehr als 2.000 Couleurstudierende teilnahmen.
Mit dem Motto der Veranstaltung "Farben verbinden" trat der MKV "offensiv für Toleranz" auf. In der heutigen pluralistischen Gesellschaft würden viele Meinungen und Ideologien aufeinanderprallen, wies Philipp Sandpeck, Mastermind des Pennälertages Wien. Der MKV wolle künftig "verstärkt jene Themen diskutieren, die spalten und dabei das Gemeinsame suchen - wir wollen vermitteln."
Modernisierungs- und Verjüngungskur
Zugleich habe sich der MKV einer Modernisierungs- und Verjüngungskur unterzogen, hieß es weiter. Mit überwältigender Mehrheit wurde den jungen Mitgliedern mehr Stimmrecht auf den Versammlungen gegeben. "Künftig kann kein Antrag mehr ohne entsprechende Zustimmung unserer jungen Mitglieder angenommen werden", freute sich Julian Staltner, Bundesjugendobmann des MKV. Zudem wurde ein elektronisches Abstimmungssystem ab dem Jahrestreffen 2018 beschlossen.
Bildung, Ausbildung und Generationengerechtigkeit nannte der MKV als seine gesellschaftspolitischen Kernthemen. Diesem Ziel folgend verabschiedete der MKV ein Positionspapier zum Thema "Leistbares Wohnen" mit Forderungen wie eine "gesunde Kombination aus Objekt- und Subjektförderung" und Mietpreisgestaltung im sozialen Wohnbau entsprechend dem Haushaltseinkommen. Die derzeitigen Grundstückspreise seien die "wahren Kostentreiber" beim Thema.
Die MKV-Hauptversammlung beschloss weiters, dem Altkartellvorsitzenden Helmut Kukacka einen Ehrenring zu verleihen. Der ehemalige Staatssekretär stand dem MKV von 2009 - 2015 vor und habe in dieser Zeit weitreichende Maßnahmen für den Verband gesetzt. Als Beispiel wurde die Aktion "Felix fit Futurum" genannt, eine Diskussions- und Schulungsreihe, die die Zukunftsfähigkeit der MKV-Verbindungen stärkte. Kukacka habe dem Verband mit seinem Ziel, der erfolgreichste Jugendverband Österreichs zu werden, "eine Vision, gegeben die motiviert und mobilisiert".
Der MKV ist eine katholische Gemeinschaft von rund 18.000 Oberstufenschülern- und -absolventen aus 160 Verbindungen an etwa 100 Schulstandorten in ganz Österreich.
Quelle: kathpress