
Rohani in Wien: Hilfswerk CSI fordert Glaubensfreiheit im Iran
Anlässlich des Staatsbesuchs des iranischen Präsidenten Hassan Rohani am Mittwoch in Wien weist die ökumenische Hilfsorganisation "Christian Solidarity International" (CSI) auf die fatale Menschenrechts-Situation in dem Land hin. Noch nie seien im Iran so viele Christen aufgrund ihres Glaubens unterdrückt, verfolgt und verurteilt worden wie jetzt, kritisierte CSI-Generalsekretär Elmar Kuhn am Mittwoch in einer Aussendung.
Wir erwarten uns daher von der Österreichischen Bundesregierung, dass auch diese Fakten beim Staatsbesuch des iranischen Präsidenten angesprochen werden.
Die Organisation verurteilt die "unerträgliche religiöse Unterdrückung" im Iran aufs Schärfste, die trotz bilateraler Freundschaft nicht verschwiegen werden dürfe und forderte Glaubensfreiheit.
Besonders dramatisch sei die Situation ehemaliger Muslime, die aus religiöser Überzeugung zum Christentum konvertierten. Ihnen und ihren Familien drohten Bespitzelung, Anklage und jahrelange Haft unter unwürdigen Bedingungen, erläuterte Kuhn und verwies etwa auf das Schicksal der Familie von Victor Bet Tamraz. Der iranische Pastor wurde im Juli 2017 wegen illegaler Hauskirchen-Aktivitäten zu zehn Jahren Haft verurteilt, seine Frau am 6. Jänner 2018 zu fünf Jahren. Ihr wurden "Handlungen gegen die nationale Sicherheit" und "Handlungen gegen die Regierung" unterstellt. Seit Februar 2018 sammelt CSI-Österreich u.a. Unterschriften für eine Petition zur Freilassung von Victor Bet Tamraz.
Quelle: kathpress