
KMA würdigt journalistischen Leiter Gerhard Weis
"Immer der Wahrheit auf der Spur" sei der "Journalist aus Leidenschaft" Gerhard Weis, der in Kürze seinen 80. Geburtstag begeht: Unter diesem Titel hat die "Katholische Medien Akademie" (KMA) ihren langjährigen journalistischen Leiter im Rahmen einer KMA-Sommerserie in der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" gewürdigt. Weis, der von 1998 bis 2001 ORF-Generalintendant war, habe wie kaum ein anderer die Entwicklung des ORF bestimmt und dabei eines nie verloren: "den Glauben an Gott und an sich selbst", wie der KMA-Absolvent und freie Journalist Christopher Erben in seinem Porträt für die aktuelle "Sonntag"-Ausgabe schreibt.
Guter Journalismus unterstütze Menschen, leichter zu unterscheiden zwischen Lüge und Wahrheit, zwischen wichtig und unwichtig, zwischen sinnvoll und sinnlos, ist der "Vater" mehrerer Journalisten-Generationen überzeugt. Der Wahrheit nähere man sich in dem Bemühen, einen leeren Sack mit Fakten und Einsichten zu stopfen, zitierte Weis Robert Musil. Je voller dieser Sack wird, desto näher komme man der Wahrheit.
Seit 2003 engagiert sich der tief gläubige Weis, der am 1. Oktober 80 wird, im kirchlichen Rahmen für die Ausbildung von Nachwuchsjournalisten. In seinem früheren Beruf als Medienmanager habe er mit seinem katholisch geprägten Glauben nie hinter dem Berg gehalten. "Ich habe diesbezüglich nie Kritik erfahren", so Weis rückblickend. Für seine Verdienste wurde der frühere ORF-Generalintendant 2008 mit dem Komturkreuz des päpstlichen Gregoriusordens ausgezeichnet, bereits 1997 wurde ihm das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.
Die kirchlich mitfinanzierte "Katholische Medien Akademie" bietet journalistisch interessierten jungen Männern und Frauen seit dem Jahr 1978 eine praxisorientierte Ausbildung, aus der bereits viele renommierte Vertreter der österreichischen Medienszene hervorgegangen sind - mehr als 30 allein im ORF. "Mit Praxis zum Erfolg" ist dabei ein bewährtes Erfolgsrezept, auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich schon als Interviewpartner zur Verfügung gestellt. KMA-Vorsitzender Kardinal Christoph Schönborn sprach sich auf der Website der Akademie dafür aus, "Christ sein in die Sprache der Medien zu übersetzen". Dafür sei es erforderlich, sich mit Massenmedien auseinanderzusetzen und sich Kompetenzen anzueignen, begründete er das Engagement der katholischen Kirche in diesem Bereich. (www.kma.at)
Quelle: kathpress