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Der Kirche geht es um eine "gute Schule für alle Kinder"

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Leiterin des Interdiözesanen Amtes für Unterricht und Erziehung, Christine Mann, legt Haltung der Kirche zur Gesamtschuldebatte dar - "Strukturreform ohne inhaltliche Reform" ist "riskant"

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Wien, 16.10.07 (KAP) Der Kirche geht es um eine "gute Schule für alle Kinder": Dies betonte die geschäftsführende Leiterin des Interdiözesanen Amtes für Unterricht und Erziehung, Christine Mann, am Dienstag im Gespräch mit "Kathpress" zur Debatte um die Einführung von Gesamtschulmodellen in noch nicht genau bestimmten "Modellregionen". Auf die Frage nach einem möglichen Zukunftsszenario, wonach die überwiegende Zahl der Kinder in einer "Eintopfschule" dahinvegetiert, und nur mehr die privaten Schulen sozusagen als "Leuchttürme" in einer nivellierten Schullandschaft erhalten bleiben, stellte sie klar: "Dieses Szenario kann bei aller Freude über die Bedeutung der katholischen Schulen nicht wirklich wünschenswert sein. Es geht ja nicht darum, katholische Schulen als 'Zufluchtsorte' für Gesamtschulgegner zu entwickeln, sondern es ist sicherzustellen, dass es in Österreich gute Schule für alle gibt". Der Kirche gehe es vor allem um Bildungsinhalte und dann erst um schulorganisatorische Fragen.


Christine Mann verwies auf die traditionell innovative Rolle der katholischen Schulen: "Es wäre erstmalig, dass wir uns einer Entwicklung ausschließlich verweigern und uns selbst als die große Alternative präsentieren. Das war nie unsere Philosophie". Es sei vielmehr das Gebot der Stunde, sich gestaltend einzubringen - durchaus auch kritisch, aber immer konstruktiv mit Blick auf ein Ergebnis, das einer möglichst gerechten Chancenverteilung entspricht.


Die Leiterin des Interdiözesanen Amtes erinnerte an die Stellungnahme der Österreichischen Bischofskonferenz zum Entwurf der Novelle zum Schulorganisationsgesetz. In dieser Stellungnahme im Rahmen des Begutachtungsverfahrens wird auf die vorrangige Bedeutung des Elternrechts verwiesen. Das mit dem Entwurf angestrebte Ziel des differenzierten Unterrichts für eine "Vielfalt von Begabungen und Interessen" wird begrüßt. Allerdings sei die Umsetzung dieses Ziels "unter der Vorgabe der Kostenneutralität" nur schwer vorstellbar. Außerdem heißt es in der Stellungnahme der Bischofskonferenz, dass eine "Strukturreform ohne inhaltliche Reform" riskanterscheine. Die Einführung einer Gesamtschule ohne längere "sensible" Einführungsphase, ohne Weiterbildung der Lehrerschaft zu individualisierendem Unterricht, ohne Umstrukturierung des Lehrerkollegiums durch Ausfaltung von Expertenrollen könnte zu einer Qualitätseinbuße einer Gesamtschule im Vergleich zu den jetzt bestehenden gegliederten Schulen führen.


Als Grundsatz für eine Beteiligung katholischer Privatschulen an neuen Modellen im Rahmen ihrer Autonomie gelte, so Christine Mann: "Den katholischen Privatschulen ist eine christliche, wertorientierte Erziehung und Bildung ein besonderes Anliegen, das in allen Diskussionen um die Organisationsform von Schule die unverrückbare Grundlage darstellt. Die katholischen Privatschulen standen und stehen Neuerungen in der österreichischen Schullandschaft offen gegenüber, sofern sie mit diesen Prinzipien in Einklang zu bringen sind".


Es geht um Qualität


Die Leiterin des Interdiözesanen Amtes betonte ausdrücklich das Qualitätsbewusstsein katholischer Schulen, formulierte aber zugleich klare Prioritäten, die das gesamte Schulwesen betreffen: "Katholische Schule ist hervorragende, exzellente Schule, das haben schon die PISA-Ergebnisse dieser Schulen gezeigt, durch die die Österreichergebnisse deutlich verbessert worden sind. Es wäre auch schlimm, wenn dem nicht so wäre, wir haben als Kirche im Feld der Bildung eine Jahrhunderte alte Erfahrung".


Es gehe ihr aber ganz im Sinn aller kirchlichen Verantwortungsträger in erster Linie nicht darum, darüber nachzudenken, welche Folgen die Einführung der Gesamtschule auf die Nachfrage nach katholischen Schulen haben könnte, unterstrich Christine Mann. Diese Nachfrage sei ohnehin in hohem Maße gegeben. Man müsse jetzt schon viele Interessenten abweisen, man habe institutionalisierte "best practice-Beispiele" praktisch überall im Land.


Kardinal Christoph Schönborn habe als "Schul-Bischof" schon mehrfach festgehalten, dass er die Qualität der österreichischen Schule sehr hoch einschätze, weshalb er selbst keinen unmittelbaren Änderungsbedarf in den Strukturen sehe, erinnerte die Leiterin des Interdiözesanen Amtes.


Zugleich habe der Kardinal ebenso oft bekräftigt, dass katholische Schule an kein bestimmtes Schulsystem gebunden sei. Christine Mann verwies insbesondere auf ein Grundsatzstatement des Kardinals als "Schul-Bischof": "Wir machen als Kirche für etwa 45 Millionen Kinder katholische Schule in allen Erdteilen in verschiedensten Staaten. Wir machen das eingebunden in die jeweiligen nationalen Schulstrukturen und wir machen immer und unter allen Bedingungen sehr gute Schule, denn menschengerechte Bildung hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Uns interessieren daher vor allem die Bildungsinhalte, weshalb wir auch immer wieder mit Sorge einen zunehmenden Ökonomismus in europäischen und österreichischen Bildungskonzepten benennen. Unsere Sorge gilt aber auch dem, was in der Schule an den Rand gerät. Ich denke exemplarisch an die vielen Fragen, die nicht mehr gestellt werden oder an die Pflege der alten Sprachen. Die brennenden Fragen nach einem glückenden Leben, das nicht nur um sich selbst kreist, nach tragendem Sinn und einer letzten Verantwortung des Menschen, gehören ebenso zu Europa wie die Beschäftigung mit Latein und Griechisch. Denn wer die Wurzeln eines Baumes vernachlässigt, wird nicht lange Freude an ihm haben".


Christine Mann erinnerte im "Kathpress"-Gespräch daran, dass es bereits eine breite Palette von Stellungnahmen kirchlicher Organisationen gibt. Der Katholische Laienrat Österreichs habe in seiner Stellungnahme die Fülle an konstruktiven Reformvorschlägen hervor gehoben, die im vorliegenden Gesetzentwurf aufgeführt seien. Diese Reformvorschläge könnten allerdings auch im bestehenden Schulsystem umgesetzt werden und seien keinesfalls an das System einer Gesamtschule gebunden. Die Arbeitsgemeinschaft der Direktionen ordenseigener Schule (ADOS) nehme im derzeit vorliegenden Modell von Gesamtschule das Anliegen der verbesserten Chancengleichheit nicht wahr, spreche sichaber trotzdem für eine Beteiligung aus: "Katholische Schulen sollten an der Entwicklung von Modellen unbedingt beteiligt sein, da sie bisher schon in der Schulentwicklung richtungweisende Innovationen eingebracht haben, wie die Ganztags-betreuung und die Kooperative Mittelschule zeigen". Der im November stattfindende Ordenstag, der Direktionen und Schulerhalter katholischer Schulen aus ganz Österreich zusammenführt, werde sich ebenfalls mit der Thematik der Gesamtschule auseinander setzen.


Fest stehe aber jetzt schon, dass konfessionelle Schulerhalter sicher unterschiedlich optieren werden, wenn sich ihre Schule in einer der "Modellregionen" befindet. Die Schulerhalter von großen Schulzentren, in denen es AHS und Kooperative Mittelschulen/Hauptschulen gibt, hätten an sich bessere Voraussetzungen als der Bund. Für einen Schulerhalter wie etwa die Wiener Schottenabtei, die ausschließlich eine Langform der AHS führt, stelle sich die Situation anders dar als für einen Schulerhalter, der ausschließlich eine Hauptschule ohne Höhere Schule am Standort führt und der daher erst Kooperationen mit einem Gymnasium suchen müsste.


Die Bedeutung des genauen Hinsehens


"Das, was jetzt vielfach ideologisch besetzt hin und hergeworfen wurde in den Debatten, ist nicht alles. Es zahlt sich aus, dass man genau hinschaut. Welche Maßnahmen sind tatsächlich geeignet, die Erreichung der nun benannten Ziele zu optimieren?", meinte Christine Mann, die eine "Gemenge-Lage" durch viele unterschiedliche Interessen bei Befürworten wie bei Gegnern der Gesamtschule ortet.


Auch die Ländervergleiche seien ohne exaktere Detail- und Gesamtschau nicht immer hilfreich. "Man muss sich auch hier die Mühe machen, die Gesamtsituation in dem jeweiligen Land anzusehen und sich vor allem über die Innenstrukturen von Schule ein Bild machen, denn Gesamtschule garantiert noch nicht, dass tatsächlich und erfolgreich gemeinsam gelernt wird. Für die Bewertung der Ergebnisse der Bildungsforschung ist nun an den neuen Pädagogischen Hochschulen zusätzliches Wissen verfügbar, das man nützen soll", so Christine Mann.


Offene pädagogische Grundsatzfrage


Ein neuer Leitbegriff auch in der Gesamtschuldiskussion sei die Individualisierung, die das Lernen als Eigenaktivität des Schülers versteht und darauf abzielt, die Schülerinnen und Schüler gemäß ihrer Persönlichkeit, ihrer Lernvoraussetzungen und Potenziale bestmöglich zu fördern und zu fordern. Die Rektorin der neuen kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Wien, Ulrike Greiner, habe dazu einige grundsätzliche kritische Fragen gestellt und vor allem daran erinnert, dass insgesamt noch nicht ausgemacht ist, "was das didaktische Konzept einer Individualisierung wirklich meint", so Christine Mann.


Außerdem sei unbedingt zu bedenken, dass bestimmte lernorganisatorische Maßnahmen der "Individualisierung" auch eine nicht erwünschte Vereinzelung, ja Vereinsamung des Lernens zur Folge haben können. Das könne durch alle Impulse sozialen Lernens nicht ausgeglichen werden und könne den sozialen Zusammenhalt in der Klasse schwächen.


Struktur folgt der Vision


Christine Mann wünscht sich zuerst einen Diskurs über das, was die Qualität von Bildung und Schule heute ausmacht: eine Debatte über unverzichtbare Elternrechte und Elternpflichten, in Sachen Bildung eine Zusammenschau von Bedürfnissen der Kinder und einem gesellschaftlich zu definierenden Bedarf. Schule habe beides zu berücksichtigen. Vor allem aber müsse es um eine gemeinsame Vision von Bildung gehen, "die Europa, seiner Herkunft und seiner Verantwortung für die Zukunft der Welt gerecht wird". Dann erst wäre der Ort für Strukturdiskussionen: "Denn eines ist klar: Die Struktur folgt der Vision und nicht umgekehrt". (ende)

 

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