"Forum für den Religionsunterricht an Schulen" in Wien
Wien, 18.4.06 (KAP) Dem Thema Nachhaltigkeit ist eine internationale Konferenz des "Europäischen Forums für den Religionsunterricht an Schulen" (EuFRES) gewidmet, das von 19. bis 23. April erstmals in Wien tagt. 40 Verantwortliche für den Religionsunterricht und die Fortbildung der Religionslehrer aus mehr als 20 europäischen Ländern werden zu der Konferenz unter dem Titel "Zukunft für Himmel und Erde" erwartet.
Unter den Referenten ist u.a. Prof. Herbert Pietschmann, emeritierter Vorstand des Instituts für Theoretische Physik an der Universität Wien; er wird den Ursprung der Welt aus naturwissenschaftlicher Sicht nachzeichnen. Der Umweltbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz und Professor für Christliche Sozialethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern, Prof. Markus Vogt, beleuchtet theologische und ethische Fragestellungen rund um das Thema Nachhaltigkeit.
Modelle für die Umsetzung im Unterricht werden von Johann Hisch, dem Direktor des Religionspädagogischen Institutes (RPI) der Erzdiözese Wien, und der evangelischen Theologin Margit Leuthold dargestellt. Dabei wird auch das in Österreich mit großem Erfolg laufende "Pilgrim"-Projekt präsentiert, an dem mittlerweile 50 Schulen in ganz Österreich mitarbeiten.
Ziel der alle zwei Jahre stattfindenden Begegnungen des "Europäischen Forums für den Religionsunterricht an Schulen" ist es, den schulischen Religionsunterricht grenzüberschreitend zu fördern. "Die unterschiedlichen Gegebenheiten in den einzelnen europäischen Ländern sollen als eine Bereicherung erfahren werden", so der Generalsekretär von EuFRES und diesmalige "Gastgeber", Johann Hisch. Die Kenntnis der jeweiligen kirchlichen Situation und die entsprechenden pastoralen Antworten darauf sollen für die eigene Arbeit neue Impulse geben. Laut Hisch wird es neben der inhaltlichen Arbeit auch um europaweite ökumenische Kooperation gehen. Daher werde die Konferenz auch vom Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, dem evangelisch-lutherischen Bischof Herwig Sturm, eröffnet.