Sternsinger besuchten Bundespräsident Fischer
Wien, 28.12.07 (KAP) 40 Sternsinger haben Bundespräsident Heinz Fischer am Freitagvormittag in der Wiener Hofburg einen Besuch abgestattet und für ihre Hilfsprojekte in Entwicklungsländern geworben. Silvia Schüller, Vorsitzende der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, sprach von der Notwendigkeit, "den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus auf die Ländern des 'Südens' zu richten". Silvia Schüller war auch mit einer konkreten Bitte in die Hofburg gekommen: Projektpartner der Dreikönigsaktion in Brasilien würden davon berichten, dass immer mehr Kleinbauern ihr Land verlieren, weil es zum Anbau von Soja verwendet wird, um Biosprit zu erzeugen. Es könne aber nicht sein, dass in Brasilien Regenwälder abgeholzt werden, nur um in Europa mit Biotreibstoff einen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können. Es müsse andere Wege geben, dafür solle sich auch der Bundespräsident einsetzen.
Fischer dankte den Sternsingern für ihr Engagement für eine gerechtere Welt und betonte ebenfalls die Notwendigkeit, die Probleme der Entwicklungsländer stärker in den Blick zu nehmen. Was das Problem des Biosprits betrifft, sprach sich Fischer für eine Balance zwischen der Reduktion des Kohlendioxid-Ausstosses einerseits und besseren Lebensbedingungen für die Menschen in Entwicklungsländern aus.
Die rund 40 "Sternsinger"-Kinder aus ganz Österreich waren in die Hofburg gekommen, um dem Staatsoberhaupt ihre Lieder und guten Segenswünsche für das kommende Jahr vorzutragen. Eine Mädchengruppe aus dem Burgenland sang ihr Lied dabei auf kroatisch, eine zweite Gruppe aus Kärnten auf slowenisch. Damit sollte die sprachliche Vielfalt Österreichs zum Ausdruck gebracht werden.
90.000 Mädchen und Buben sind auch dieses Jahr wieder österreichweit als "Sternsinger" unterwegs. Als "Heilige Drei Könige" bringen sie einerseits die weihnachtlichen Segenswünsche zu allen Menschen im Land und pflegen so beliebtes Brauchtum. Andererseits sind die "Sternsinger" jugendliche "Botschafter der Humanität": Seit den Anfängen im Jahr 1954 wurden insgesamt 260 Millionen Euro für Menschen in den Entwicklungsländern ersungen und mehr als 10.000 Hilfsprojekte finanziert.
Bei der letzten Dreikönigsaktion hat die österreichische Bevölkerung 13,3 Millionen Euro gespendet; damit ist die Aktion die größte Sammlung für die Länder des "Südens" in Österreich und das viertgrößte österreichische Hilfswerk. Mit den "Sternsinger"-Spenden werden jedes Jahr 500 Hilfsprojekte in Afrika, Lateinamerika und Asien finanziert, mehr als eine Million Menschen wird direkt unterstützt. Ein besonderer Schwerpunkt der aktuellen Dreikönigsaktion sind Projekte in Brasilien.
90.000 Heilige Drei Könige singen für die Ärmsten und bringen Segen in Haushalte
Wien, 26.12.07 (KAP) Ab Donnerstag, 27. Dezember, ziehen 90.000 Mädchen und Buben als "Sternsinger" durch Österreich, um die Botschaft des Evangeliums in die Häuser zu bringen und für die Projekte der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar in den Ländern des "Südens" zu sammeln. Ein besonderer Schwerpunkt der aktuellen Dreikönigsaktion sind Projekte in Brasilien. Bei der letzten Dreikönigsaktion "ersangen" die Buben und Mädchen 13,3 Millionen Euro als "Bausteine für eine gerechtere Welt". Am Freitag, 28. Dezember, um 11 Uhr besuchen 40 "Sternsinger" aus ganz Österreich Bundespräsident Heinz Fischer in der Hofburg.
In Brasilien werden mit dem Ergebnis der diesjährigen Dreikönigsaktion zwei Projekte unterstützt, eines im "sertao", dem Trockengebiet im Nordosten des Landes, eines in Amazonien. Im Nordosten sind Mangelerkrankungen, Arbeitslosigkeit und Abwanderung in die Slums die Folgen von Trockenheit und ungerechter Landverteilung. Mit Hilfe der Jungschar-Partnerorganisation IRPAA passen die Kleinbauern die Landwirtschaft erfolgreich an das Trockenklima an. Speziell gilt die Unterstützung der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. So wird Abwanderung in die städtischen Slums, die "Favelas", verhindert.
Im Amazonasgebiet geht es um die Unterstützung von zwei indianischen Gruppen, der Zuruahas und Pirahas. Partnerorganisation der Dreikönigsaktion ist dabei CIMI, der Indianer-Missionsrat der Brasilianischen Bischofskonferenz, dessen Vorsitzender der austro-brasilianische Bischof Dom Erwin Kräutler ist. Vordringlich ist die rechtliche Absicherung ihres Lebensraumes ("demarcacao"), um sich gegen Vertreibungen durch agroindustrielle Konzerne wehren zu können. Neben dem Jagen, Fischen und Früchte-Sammeln wird die wirtschaftliche Eigenversorgung mit Neuerungen in der Landwirtschaft gestärkt, z.B. mit dem Anbau von Para-Nüssen. Außerdem wird die medizinische Basisversorgung aufgebaut. (Informationen: Christian Herret, Tel. 481.09.91/41 oder 0676/880.111.071, E-Mail: christian.herret@dka.at).
"Sternsinger" in der Hofburg auf kroatisch und slowenisch
Sprachliche Vielfalt Österreichs soll zum Ausdruck gebracht werden
Wien, 27.12.07 (KAP) Bundespräsident Heinz Fischer erwartet am Freitag um 11 Uhr in der Hofburg einen "Staatsbesuch" der besonderen Art: Die "Heiligen Drei Könige" kommen aus ganz Österreich, um dem Staatsoberhaupt die Segenswünsche für das Jahr 2008 zu überbringen. 40 "Sternsinger"-Kinder bitten um Spenden für Not leidende Menschen in der Entwicklungsländern. Das Besondere am Besuch der "Sternsinger" in der Hofburg ist heuer, dass die Mädchengruppe aus dem Burgenland ihr Lied auf kroatisch und die Mädchengruppe aus Kärnten ihr Lied auf slowenisch singen wird. Damit soll die sprachliche Vielfalt Österreichs zum Ausdruck gebracht werden.
Mit dem Empfang würdigt der Bundespräsident den Einsatz der 90.000 Mädchen und Buben, die als "Sternsinger" unterwegs sind. Als "Heilige Drei Könige" bringen sie einerseits die weihnachtlichen Segenswünsche zu allen Menschen im Land und pflegen so beliebtes Brauchtum. Andererseits sind die "Sternsinger" die österreichischen "Botschafter der Humanität": Seit den Anfängen im Jahr 1954 wurden insgesamt 260 Millionen Euro für Menschen in den Entwicklungsländern ersungen und mehr als 10.000 Hilfsprojekte finanziert.
Bei der letzten Dreikönigsaktion hat die österreichische Bevölkerung 13,3 Millionen Euro gespendet; damit ist die Aktion die größte Sammlung für die Länder des "Südens" in Österreich und das viertgrößte österreichische Hilfswerk. Mit den "Sternsinger"-Spenden werden jedes Jahr 500 Hilfsprojekte in Afrika, Lateinamerika und Asien finanziert, mehr als eine Million Menschen wird direkt unterstützt.