Schwarz leitet im Beisein des Nuntius Requiem für Haider
Klagenfurt, 16. 10. 08 (pgk/ms). Im Beisein des Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, wird Diözesanbischof Alois Schwarz übermorgen Samstag, dem 18. Oktober, das Requiem für Landeshauptmann Jörg Haider im Klagenfurter Dom leiten. Der langjährige Bischof von Kärnten und nunmehrige Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari wird an den Begräbnisfeierlichkeiten teilnehmen und auf Wunsch der Familie die Einsegnung vornehmen.
Konzelebranten sind Prälat Kanonikus Stanislaus Čegovnik, der Gurker Sitftspfarrer Kanonikus Mag. Gerhard Christoph Kalidz, Militärdekan Remo Emanuel Longin und Florian Frey.
Am Ende der hl. Messe werden Bischof Kapellari und Superintendent Manfred Sauer Ansprachen halten. Musikalisch umrahmt wird das Requiem vom Domchor Klagenfurt, dem Kammerchor Klagenfurt-Wörthersee und dem Kärntner Sinfonieorchester KSO. Unter der musikalischen Gesamtleitung von Domkapellmeister Thomas Wasserfaller wird das Requiem in d-moll, KV 626, von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung gebracht. An der Orgel spielt Domorganist Klaus Kuchling.
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Klagenfurt, 13.10.08 (KAP) Der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz wird am kommenden Samstag, 18. Oktober, am frühen Nachmittag im Klagenfurter Dom das Requiem für den verunglückten Landeshauptmann leiten. Die Trauerfeierlichkeiten in der Klagenfurter Innenstadt beginnen um 11 Uhr im Landhaushof mit einem Trauerzug zum Neuen Platz. Dort findet die offizielle Verabschiedung des Landeshauptmanns statt, bevor im Anschluss das Requiem im Dom gefeiert wird.
Laut "Kärntner Landespressedienst" wird Haiders Leichnam zuvor am Donnerstag und Freitag im großen Wappensaal des Kärntner Landtages aufgebahrt, wo die Bevölkerung Abschied nehmen kann.
Nach Informationen der "Austria Presse Agentur" soll Haiders Leichnam verbrannt und in einer Urne im Bärental beigesetzt werden. Ob die Urnenbeisetzung eine öffentliche Zeremonie sein wird, war vorerst nicht bekannt.
Bischöfe zum Ableben von Jörg Haider
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Bischof Alois Schwarz |
Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, sagte im Gespräch mit "Kathpress", sein Mitgefühl gelte der Familie Jörg Haiders, in besonderer Weise der Mutter des Landeshauptmanns, seiner Frau und seinen Töchtern. Wörtlich stellte Kardinal
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Kardinal Christoph Schönborn |
Kapellari: "Zuspruch und Widerspruch"
Auch der stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Bischof Egon Kapellari, zeigte sich am Samstag tief betroffen über den tödlichen Unfall von Jörg Haider. Kapellari war ab 1981 20 Jahre lang Bischof der Diözese Gurk gewesen. Im Gespräch mit "Kathpress" sagte er: "Der plötzliche Tod des Kärntner Landeshauptmanns macht auch mich tief betroffen. In den vielen Jahren meines bischöflichen Dienstes in Kärnten konnte ich ihm in Zuspruch und auch in manchem Widerspruch immer wieder begegnen und daraus ist auch eine
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| Bischof Egon Kapellari |
Bünker: "Er erfuhr Begeisterung und Kritik"
Tief betroffen vom Ableben Jörg Haiders sind auch der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker und der Kärntner Superintendent Manfred Sauer. "Mein erster Gedanke geht zu seiner Familie, seiner Frau, den beiden Töchtern und, vor allem heute an ihrem 90. Geburtstag, zu seiner Mutter", sagte Bischof Bünker im Gespräch mit dem "Evangelischen Pressedienst" (epd). Er wünsche ihnen allen "viel Kraft für die schwere Zeit des Schocks und der Trauer".
Jörg Haider sei "ein Politiker mit großer Begabung und Charisma" gewesen, der Österreich in den vergangenen beiden Jahrzehnten entscheidend mitgeprägt habe, so Bünker. Haiders polarisierender Politikstil habe neben großer Zustimmung und Begeisterung auch Ablehnung und heftige Kritik hervorgerufen, erinnerte der evangelische Bischof: "Dass der amtierende Landeshauptmann Kärntens so tragisch aus dem Leben gerissen wird, möge alle in der Politik des Landes aufrufen, in besonnener Weise die politische Auseinandersetzung zu führen und stets das Gemeinsame über das Trennende zu stellen".
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Ev. Bischof Michael Bünker |
Als "enormen Verlust für unser Land" bezeichnete der Kärntner evangelische Superintendent Manfred Sauer den Tod von Jörg Haider. Der Politiker sei "nicht abgehoben" gewesen, sondern "ein Mensch zum Anfassen". Sein tiefes Mitgefühl gelte Haiders Familie.
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