Papst ruft zu Fasten, Almosengeben und Gebet auf
Benedikt XVI. begann die Fastenzeit am Aschermittwoch in Rom mit einer Bußprozession. Bußzeit sollte durch Umkehr zu Gott, durch einfachen Lebensstil und Nächstenliebe geprägt sein
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Vatikanstadt-Rom, 25.2.09 (KAP) Mit einer Bußprozession auf dem römischen Aventin-Hügel eröffnete Papst Benedikt XVI. am Aschermittwoch die diesjährige Fastenzeit. Die Zeremonien begannen in der Benediktiner-Kirche Sant'Anselmo, von wo aus der Papst zusammen mit Kardinälen und Bischöfen zur Basilika Santa Sabina zog, die von den Dominikanern betreut wird. Dort feierte er die Heilige Messe und teilte das Aschenkreuz als Zeichen der Buße aus. Die 40-tägige Fastenzeit ist eine Phase der Besinnung und inneren Umkehr, mit der sich die Christen auf das Osterfest vorbereiten.
In seiner Predigt in der frühchristlichen Basilika Santa Sabina rief der Papst die Gläubigen am Beginn der Fastenzeit zu Gebet, Almosengeben und Fasten auf. Die 40-tägige Bußzeit sollte durch die Umkehr zu Gott, durch einen einfachen Lebensstil, durch Reue und aktive Nächstenliebe geprägt sein, sagte Benedikt XVI. Die Nächstenliebe sollte ganz besonders den Armen und Bedürftigen gelten. An die Stelle von Oberflächlichkeit, Selbstgefälligkeit und Heuchelei sollte die Gradlinigkeit des Herzens treten. Der Appell zur Umkehr präge die Liturgie des Aschermittwochs; jeder Christ sei aufgerufen, den Weg wahrer Umkehr zu beschreiten. Im Paulus-Jahr erinnerte der
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Basilika Santa Sabina |
Papst besonders an den Völkerapostel. Paulus sei sich bewusst gewesen, dass seine Bekehrung, die "Umformung seines Lebens dank der barmherzigen Liebe Gottes" Beispielwirkung habe.
Während der Messe in Santa Sabina weihte Benedikt XVI. Asche aus verbrannten Palmzweigen. Als erster empfing der Papst dann selbst das Aschenkreuz. Der slowakische Kardinal Jozef Tomko (dessen Titelkirche Santa Sabina ist) zeichnete ihm das Aschenkreuz auf die Stirn. Der Mensch solle sich darauf besinnen, dass er aus dem Staub komme und zum Staub zurückkehre, betete der Papst.
Die Aschermittwochsfeier des Papstes hatte mit einem Gebet in der Benediktiner-Kirche Sant'Anselmo begonnen, wenige Schritte vom berühmten "Schlüssellochblick" des Aventin-Hügels entfernt. Von dort aus zog Benedikt XVI. begleitet von Kardinälen und Bischöfen zur nahegelegenen Basilika Santa Sabina. Tausende Gläubige säumten die engen Straße, über die die Aschermittwochs-Prozession zog. Nur wenige fanden Eingang in das Gotteshaus. Die meisten mussten den Gottesdienst über Lautsprecher auf dem Vorplatz mitverfolgen.
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Im Vatikan ziehen sich der Papst und die Vertreter der römischen Kurie ab kommenden Sonntag zu einwöchigen Exerzitien ("geistlichen Übungen") zurück. Während dieser Zeit der geistlichen Besinnung sind alle Audienzen und offiziellen Termine im Vatikan abgesagt. Bei den Exerzitien hält der nigerianische Kurienkardinal Francis Arinze die Meditationen.