Vor 480 Jahren wurde erster permanente Nuntius ernannt
Nuntius Zurbriggen segnete nach Pontifikalamt Gedenktafel im Wiener Franziskanerkloster.
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Nuntius Zurbriggen enthüllt Gedenktafel im Wiener Franziskanerkloster |
Der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, segnete am vergangenen Sonntag eine Gedenktafel im Wiener Franziskanerkloster. Anlass des Pontifikalamtes war, dass vor genau 480 Jahren erstmals ein Apostolischer Nuntius für Österreich in permanenter Weise bestellt wurde. Am 14. Juni 1529 wurde Erzbischof Vincenzo Pimpinella von Papst Clemens VII. zum Apostolischen Nuntius bei König Ferdinand I. am Wiener Hof ernannt. Die Nuntiatur wurde im ehemaligen Franziskanerkloster errichtet, während des Dreißigjährigen Krieges übersiedelte sie in das Wiener Althann´sche Palais „Am Hof“. Je nach den Interessen der Habsburger verlagerte sich die Nuntiatur auch nach Prag und nach Graz. Seit 1913 befindet sie sich in der Wiener Theresianumgasse.
Nuntius Zurbriggen betonte in seiner Predigt die Bedeutung dieses Gedenktages für die Geschichte der Beziehungen zwischen Österreich und dem Heiligen Stuhl. In Anlehnung an das Evangelium zum Sonntag verglich der Erzbischof die Arbeit eines Nuntius mit der des Sämanns: „Diese Arbeit geschieht zu einem guten Teil in der Stille und beansprucht keine große Aufmerksamkeit seitens der Öffentlichkeit.“ Und der Acker sei, „manchmal nicht einfach zu bearbeiten“. Aber das Wirken des Nuntius diene dazu, „die Bande der Liebe und der Einheit in und mit der Universalkirche unter der Leitung Petri zu stärken“, so der gebürtige Schweizer.
„Baut die Kirche wieder auf“ bekräftigt
Der Guardian des Wiener Franziskanerklosters, Pater Gottfried Wegleitner OFM, hob die enge Beziehung des Franziskanerordens zur Weltkirche und zum Papst hervor. Der Aufruf „Baut die Kirche wieder auf“ von Benedikt XVI. bei einem Treffen in Castel Gandolfo Mitte April mit Tausenden Mitglieder der franziskanischen Gemeinschaft, gelte auch für die Franziskaner in Wien und Österreich, bekräftigte Pater Gottfried. Die Gedenktafel sei „eine Ermutigung in Treue zum Heiligen Vater weiterhin überzeugend und im Geist des heiligen Franz von Assisi mitzuwirken am Aufbau der Kirche“.