Neuer Weihbischof für St. Pölten
Vatikanstadt-St. Pölten, 21.11.06 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat den Regens des St. Pöltner Priesterseminars, Anton Leichtfried, zum Titularbischof von Rufiniana und Weihbischof für die Diözese St. Pölten ernannt. Die offizielle Veröffentlichung der Ernennung erfolgt am Dienstagmittag im "Bollettino della Santa Sede". Anton Leichtfried wurde am 30. Mai 1967 in Scheibbs geboren. Am 10. Oktober 1991 wurde er in Rom zum Priester geweiht. Seit 5. März 2005 ist er Regens des St. Pöltner Priesterseminars.
Studium an der Gregoriana
Anton Leichtfried - 1967 in Scheibbs geboren - wuchs als Kind in Purgstall/Erlauf auf. Die Matura absolvierte er 1985 am Stiftsgymnasium Seitenstetten, danach trat er in das Priesterseminar in St. Pölten. Seine weitere Ausbildung führte ihn nach Rom ins internationale Priesterseminar "Germanicum et Hungaricum" und zum Studium an der Universität "Gregoriana". 1991 wurde Leichtfried in Rom zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Oberwölbling und Waidhofen an der Thaya wurde er 1994 zusätzlich Geistlicher Begleiter der St. Pöltener Theologiestudierenden in Wien.
Von 1996 bis 2000 absolvierte er sein Doktoratsstudium (Dogmatische Theologie) in Freiburg im Breisgau. Seit dem Jahr 2000 war Leichtfried Spiritual am gesamtösterreichischen "Propaedeuticum" (Vorbereitungsjahr für Priesteramtskandidaten) in Horn (Niederösterreich). Am 4. März 2005 ernannte ihn der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng zum Regens des Priesterseminars St. Pölten.
Enger Mitarbeiter von Bischof Küng
Leichtfried gehörte zu den engsten Mitarbeitern von Diözesanbischof Klaus Küng bei der Neuaufstellung des St. Pöltner Priesterseminars nach den dramatischen Vorgängen des Jahres 2004. Bischof Küng ging es darum, nach den Turbulenzen einen "wirklichen Neuanfang" im Seminar zu setzen. Vor der Neueröffnung des Priesterseminars am 1. Oktober 2005 sagte Bischof Küng, mit Regens Leichtfried, Subregens Gerhard Reitzinger und Spiritual P. Laurentius Resch sei ein junges Leitungsteam "mit besten menschlichen, theologischen und spirituellen Voraussetzungen am Werk". Leichtfried betonte damals, es gehe ihm um eine "gesunde und ehrliche Priesterausbildung nach den weltkirchlichen und österreichischen Standards". Die Anforderungen an die Priesteramtskandidaten dürften nicht herabgesetzt werden, sondern ganz im Gegenteil: "Je größer der Priestermangel, desto wichtiger ist die Auswahl der Kandidaten".
Von 1996 bis 2000 absolvierte er sein Doktoratsstudium (Dogmatische Theologie) in Freiburg im Breisgau. Seit dem Jahr 2000 war Leichtfried Spiritual am gesamtösterreichischen "Propaedeuticum" (Vorbereitungsjahr für Priesteramtskandidaten) in Horn (Niederösterreich). Am 4. März 2005 ernannte ihn der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng zum Regens des Priesterseminars St. Pölten.
Bischof Küng erfreut
Sehr erfreut äußerte sich der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng zur Ernennung des neuen Weihbischofs. In der am Mittwoch erscheinenden Ausgabe der St. Pöltner Kirchenzeitung "kirche bunt" stellt er wörtlich fest: "Es freut mich, dass der Papst meiner Bitte entsprochen und den Regens des Priesterseminars zum Weihbischof unserer Diözese ernannt hat. Wir sollen dankbar sein, dass es in unserer Diözese nicht an jungen Talenten fehlt, um im Vertrauen auf die Hilfe Gottes den Herausforderungen unserer Zeit mit Zuversicht begegnen zu können. Anton Leichtfried ist mir ein willkommener Mitarbeiter im Bischofsamt und ich bin sicher, dass seine Ernennung zum Weihbischof zur weiteren Konsolidierung unserer Diözese beitragen wird. Wenn es uns gelingt, als Familie Gottes enger zusammenzurücken, und wir möglichst gemeinsam und gut verankert in der Weltkirche die verschiedenen Probleme angehen, dann werden sich die richtigen Wege zu einer echten Erneuerung finden. Ich bitte alle Gläubigen um ihr Gebet fürden neuen Weihbischof".
In "kirche bunt" kommt auch der neue Weihbischof zu Wort. Anton Leichtfried teilt mit, dass er nach einer Bedenkzeit zur Ernennung ja gesagt habe: "Ich bin bereit, nun als Weihbischof meinen Beitrag zur Unterstützung des Bischofs und für unsere Diözese St. Pölten zu leisten. Ich bitte alle Priester, Diakone und kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ja alle Gläubigen um ihre Unterstützung in meinen neuen Aufgaben. Im Vertrauen auf die Hilfe Gottes bitte ich inständig alle Gläubigen um ihr Gebet!"
Landau: "Ein Gewinn für die Kirche"
Zu den Studienkollegen Anton Leichtfrieds am römischen "Germanicum" zählte auch der Wiener Caritasdirektor Michael Landau. Im Gespräch mit "Kathpress" sagte Landau, die Ernennung Leichtfrieds sei ein großer Gewinn für die Kirche in Österreich. Leichtfried sei ein Priester, der "gern auf die Menschen zugeht" und "mit Leuten unterschiedlichster Herkunft gut umgehen kann". Er verbinde "hohe inhaltlich-theologische Kompetenz" mit "hoher sozialer Kompetenz".