Papst würdigt neuen Seligen Carl Lampert
Von Nazis 1944 ermordeter Provikar sei Vorbild für alle Gläubigen - Lampert-Seligsprechung Sonntagnachmittag
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Vatikanstadt-Feldkirch, 13.11.11 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat den neuen Seligen aus Österreich, Carl Lampert (1894-1944), als Vorbild für die Gläubigen und für die Kirche bezeichnet. "In der dunklen Zeit des Nationalsozialismus" habe Lampert seinen Glauben bekannt und seine Treue zur Kirche und zum Priestertum bekundet, sagte der Papst am Sonntag bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz.
Die Seligsprechung von Provikar Lampert fand Sonntagnachmittag im Beisein des Präfekten der vatikanischen Heiligsprechungskongregation, Kardinal Angelo Amato, in Dornbirn (Vorarlberg) statt. Lampert war der ranghöchste Priester Österreichs, der von den Nationalsozialisten ermordet wurde.
An Lampert sei das Worte des Heiligen Paulus deutlich geworden: "Wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis", führte der Papst aus. In einem Verhör, das Lampert die Freiheit in Aussicht stellte, habe der Märtyrer bekannt: "Ich liebe meine Kirche. Ich bleibe meiner Kirche treu und auch dem Priesteramt. Ich stehe für Christus und liebe seine Kirche", zitierte Benedikt XVI. den neuen Seligen.
"Vertrauen wir uns der Fürsprache des neuen Seligen an, damit wir wie er einmal ganz teilnehmen dürfen an der Freude seines und unseres Herrn", sagte der Papst.