Mariazell zählt zweifellos zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten Österreichs und ganz Mitteleuropas. Darüber hinaus wird Mariazell im September dieses Jahres gleich in zweifacher Hinsicht zu einem herausragenden Ort: so wird zum einen mit einer Feier am 8. September 2007 das 850-Jahr-Jubiläum begangen, zum anderen besucht Papst Benedikt XVI. im Rahmen seiner Österreichreise Mariazell.
Die Geschichte des Wallfahrtsortes Mariazell lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. So wurde er bereits im Jahr 1157 von Benediktinermönchen aus St. Lambrecht gegründet und besiedelt, im Jahr 2007 feiert Mariazell daher das 850-Jahr-Jubiläum.
Im Zentrum der Wallfahrtstradition steht die berühmte Mutter Gottes-Statue in Form einer schlichten romanischen Gnadenstatue aus Lindenholz. Das zweite Zentrum der Basilika Mariazell bildet der barocke Hochaltar von Bernhard Fischer von Erlach.
Pilger aus ganz Mitteleuropa verehren Maria hier als "Magna Mater Austriae, Magna Domina Hungarorum, Alma Mater Gentium Slavorum". Im 20. Jahrhundert, vor allem in der Zeit des Kommunismus, der die Länder Mitteleuropas durch den Eisernen Vorhang trennte, gingen die Wallfahrten aus den Nachbarländern sehr zurück. Seit dem Jahr 1989 jedoch kehren die Pilger auch aus Osteuropa zurück. So kamen zur "Wallfahrt der Völker" am 22. Mai 2004 - wenige Wochen nach der Erweiterung der Europäischen Union - rund 100.000 Pilger aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Österreich.
Im Jubiläumsjahr 2007 werden nach rund 15 Jahren die umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Basilika und am geistlichen Haus abgeschlossen. Zum Höhepunkt der Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr - Patrozinium Maria Geburt am 8. September 2007 - hat die Österreichische Bischofskonferenz Papst Benedikt XVI. zu einem Pastoralbesuch eingeladen.
Im Juni wurde Mariazell zum Schauplatz der ersten gemeinsamen Sitzung der Österreichischen und der Ungarischen Bischofskonferenz. Sie war eine konkrete Konsequenz des Mitteleuropäischen Katholikentags, der mit der "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell am 22. Mai 2004 seinen Höhepunkt erreichte. Wenige Tage nach der historischen Erweiterung der Europäischen Union pilgerten damals an die 100.000 Gläubige aus ganz Mitteleuropa - darunter rund 14.000 Ungarn - zu diesem mitteleuropäischen Wallfahrtsort in der Steiermark.












