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'Keine Schönfärberei': Gelungener Visitations-Auftakt in Gurk
KH Kronawetter / Internetredaktion der Diözese Gurk-Klagenfurt

"Keine Schönfärberei"

Gelungener Visitations-Auftakt

Nach erwartungsgemäß großem Medienrummel zum Visitations-Auftakt in Gurk-Klagenfurt startet das Team um Erzbischof Lackner nun mit der eigentlichen Arbeit

15.01.2019

Groß war der Medienrummel, als Erzbischof Franz Lackner am Montag, 14. Jänner, offiziell seine Mission in der Diözese Gurk-Klagenfurt begann: Die Mission "Apostolische Visitation". Vieles gilt es aus- und wohl auch aufzuräumen in der südlichen Diözese, die nach dem Wechsel des bisherigen Kärntner Bischofs in die niederösterreichische Diözese St. Pölten in einer Art Dauerkrisen-Modus verfallen ist. Die Gründe der Krise und somit die Prüfgegenstände reichen vom wirtschaftlichen Gebaren im Bistum Gurk über die Rolle der früheren Leiterin des Bildungshauses St. Georgen/Längsee, Andrea Enzinger, zur Zeit von Bischof Schwarz bis hin zur Frage nach der Rechtmäßigkeit des Handelns des aktuellen Administrators Engelbert Guggenberger während der andauernden Sedisvakanz. 

 

Groß sind entsprechend die Erwartungen, die auf dem von Papst Franziskus ernannten Apostolischen Visitator, Erzbischof Franz Lackner, und seinem Team ruhen. Er hoffe auf "objektive Antworten, die transparent auch nach Rom übermittelt werden", erklärte etwa Guggenberger noch vor Ankunft von Erzbischof Lackner in Klagenfurt - und er teilte mit, dass man seitens der interimistischen Diözesanleitung vom "bisherigen Kurs der Glaubwürdigkeit und Transparenz keinen Millimeter abweichen" werde und man auch keine Verschleierung dulden werde. 

 

Lackner: "Keine Schönfärberei"

 

Es lässt sich entsprechend erahnen, was Erzbischof Lackner meinte, als er am Dienstag, 15. Jänner, gegenüber der "Kleinen Zeitung" betonte, es habe zum Visitationsauftakt und bei der ersten Begegnung mit der Diözesanleitung "viel auszuräumen" gegeben. Man wolle sich in den nächsten Wochen gemeinsaem "ehrlich der Wahrheit stellen" - "Schönfärberei" werde es mit ihm jedenfalls nicht geben. "Wir fahren nicht durch Lawinengebiete nach Kärnten, um dann Schönfärberei zu machen", so Lackner. 

 

Presse-Statement von EB Lackner (14. Jänner) im Wortlaut

"Ich danke Ihnen, dass ich mich zu Beginn der apostolischen Visitation der Diözese Gurk mit einigen Bemerkungen grundsätzlicher Natur an Sie wenden kann. Ich weiß Ihre Geduld zu schätzen, Sie mussten lange warten.


Lassen Sie mich kurz die Chronologie meiner Beauftragung zum apostolischen Visitator referieren. Am 18. Dezember 2018 erreichte mich der Anruf aus Rom von der Bischofskongregation. Mitten in der Nacht erhielt ich den schriftlichen Auftrag.
 

Visitation bedeutet Sachverhaltserhebung nicht Urteilsfällung. Als Einstieg ist für mich festgestanden, alle Informationen entgegen zu nehmen. Die vielen Meldungen in den Medien habe ich natürlich wahrgenommen. Nicht alles, was ich hörte, war mir plausibel.
 

Die Visitation läuft in enger Abstimmung mit der Kongregation für die Bischöfe in Rom, übrigens in erfreulich kooperativer Weise. Die Lage der Ortskirche in Kärnten und ganz Österreich sollte gemäß dem Dekret mit in den Blick kommen.
 

Als erster Schritt gilt es zu hören, wahrzunehmen, die Ursachen zu finden, die zu dieser leidvollen Entwicklung geführt haben. So vorurteilsfrei wie möglich fangen wir an, offen im Prozess des Hörens, bevor in das konkrete Fragen eingestiegen werden kann. Die Visitation betrifft das Ganze, um möglichst ein genaues Bild der Situation in Kärnten zu erhalten. Der Zeitraum wurde durch die Kongregation in Rom ab dem Jahr 2008 festgelegt, einschließlich der Sedisvakanz.
 

Für mich ist es selbstverständlich, dass wir so transparent wie nur möglich sind. Laufende Untersuchungen werden, wie das auch außerhalb der Kirche selbstverständlich ist, nicht im Forum der Öffentlichkeit kommentiert.
 

Sehr geehrte Damen und Herren. An dieser Stelle muss ein Wort des Bekennens gesprochen werden, auch wenn es nicht leicht ist, das passende Wort zu finden. Ein Deutungsversuch der Wiener Pastoraltheologin Regina Polak in den letzten Tagen hat mich ein Stück weit aus der Sprachlosigkeit befreit. Die Kirche versuche Probleme auf rein persönlicher Ebene auf Kosten der Transparenz zu lösen. Die Person ist aber von einem Alleinstellungsmerkmal geprägt; dieses müsste jedoch immer dann zurücktreten, wenn die Person zugleich Träger eines öffentlichen Amtes ist.
 

Aus heutiger Sicht werfe ich mir vor, dass ich zwar die öffentliche Verantwortung wahrgenommen habe, indem ich die an mich ergangene Information an die zuständige kirchliche Oberbehörde weitergegeben habe, es aber zugleich verabsäumt habe, das direkte Gespräch mit Bischof Alois zu suchen. Auch als Glieder der Gemeinschaft der Glaubenden tragen wir Mitverantwortung.
 

So bitte ich als Metropolit all jene, denen Unrecht geschehen ist, aber auch alle, die durch Intransparenz kirchenbehördlichen Handelns das Vertrauen in die Kirche verloren haben, aus tiefstem Herzen um Verzeihung.
 

Der Dienst der Visitation will der Diözese Gurk-Klagenfurt zu einem vertrauensvollen Neuanfang verhelfen. Das kann nur gelingen, wenn wir uns alle der Wahrheit stellen, aufeinander zugehen und als communio die eigentliche Sendung der Kirche ins Zentrum rücken."

Das Visitationsteam von Erzbischof Lackner

Zum Team gehören der Feldkircher Bischof Benno Elbs, der steirische Caritasdirektor Herbert Beiglböck, der Geschäftsführer des Grazer Elisabethinen-Spitals Christian Lagger, der Münchner emeritierte Kirchenrechtler Helmuth Pree und die Salzburger Ordinariatskanzlerin Elisabeth Kandler-Mayr. Hinzu kommen die Medienreferentin des Salzburger Erzbischofs, Heidi Zikulnig, und sein Sekretär Martin Seidler. Lackners "Mannschaft" vereint damit all jene Kompetenzen, die für die anstehenden Untersuchungen von Nöten sein werden.

 

Das Visitationsteam besteht damit neben den beiden Bischöfen ausschließlich aus fachkompetenten Laienchristen. Beiglböck wird demnach vor allem für die Bereiche "Wirtschaft und Unternehmensführung" zuständig sein, Lagger hat ebenfalls den Fachbereich "Wirtschaft" sowie die Visitationskoordination über, Pree wird die kirchenrechtlichen Aspekte abdecken und Kandler-Mayr fungiert als kirchliche Notarin der Visitation.

 

Bischof Benno Elbs (geboren 1960 in Bregenz) leitet seit 2013 die Diözese Feldkirch. Elbs studierte Theologie an der Universität Innsbruck mit einem Auslandsjahr in Paris. 1986 schloss er das Theologiestudium mit dem Doktorat ab. Während des Studiums war Elbs mehrere Jahre als Sanitäter im Einsatz und absolvierte die entsprechenden Ausbildungen des Roten Kreuzes.

 

1982 fügte Elbs dem Studium der Theologie jenes der Psychologie und schließlich das Diplom in der Logotherapie und der Existenzanalyse nach Viktor Frankl an. Als Psychotherapeut begleitete er vor allem junge Menschen. Ab 1985 widmete er sich zudem dem Erweiterungsstudium "Selbständige Religionspädagogik", das er 1986 abschloss.

 

Am 16. Mai 1986 wurde Elbs zum Priester geweiht. Es folgten mehrere Stationen als Seelsorger, Religionslehrer und Leiter des Feldkircher Pastoralamtes, bevor er 2005 Generalvikar für die Diözese Feldkirch wurde. Nachdem Papst Benedikt XVI. am 15. November 2011 das altersbedingte Rücktrittsgesuch des damals 75-jährigen Bischofs Elmar Fischer angenommen hatte, wurde Elbs am 16. November 2011 vom Konsultorenkollegium der Diözese Feldkirch zum Diözesanadministrator gewählt. Am 8. Mai 2013 ernannte ihn Papst Franziskus zum neuen Feldkircher Bischof. Die Bischofsweihe fand am 30. Juni 2013 statt.

 

Beiglböck: Theologe und Wirtschaftsexperte

 

Mit dem steirischen Caritasdirektor Herbert Beiglböck steht Erzbischof Lackner ein ausgewiesener Wirtschaftsexperte und kirchlicher Managementexperte zur Seite, der zudem auch hohe theologische und soziale Kompetenz miteinbringt. Beiglböck wurde 1960 in Hartberg geboren. Nach dem Theologiestudium in Graz wechselte er als Generalsekretär der Katholischen Jugend Österreich nach Wien, ehe er 1989 als Jugendstellenleiter (heute "Junge Kirche") den Dienst in der Diözese Graz-Seckau aufnahm. Ab 1993 Generalsekretär der Katholischen Aktion Steiermark, war er 1997 bei der zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung als Lokalsekretär tätig und wurde zum stellvertretenden Leiter des Pastoralamtes bestellt.

 

2001 wechselte Beiglböck als Marketingleiter zur "Kleinen Zeitung", bis er 2004 von Bischof Egon Kapellari zum Wirtschaftsdirektor der Diözese bestellt wurde. In dieser Funktion war er auch Mitglied u.a. des Diözesanrates, des Wirtschaftsrates Mensalgut, des Kuratoriums Caritas, des Afro-Asiatischen Instituts und des Welthauses. Im Herbst 2016 folgte Beiglböck auf Franz Küberl als Direktor der Caritas der Diözese Graz-Seckau.

 

Lagger: Bischofssekretär und Finanzexperte

 

Der gebürtige Kärntner Christian Lagger (Jahrgang 1967) hat Theologie und Philosophie studiert. Zusätzlich absolvierte er eine Ausbildung zum "Master of Business Administration". Neun Jahre (2001-2009) war Lagger Sekretär des Grazer Diözesanbischofs Egon Kapellari, bevor er Anfang 2010 die Geschäftsführung des Krankenhauses der Elisabethinen in Graz übernahm. Seit 2012 ist er zusätzlich Geschäftsführer der Elisabethinen Graz Verwaltungs GmbH (Betreutes Wohnen), seit 2014 auch Geschäftsführer der Elisabethinen Graz.

 

Seit 2017 ist Lagger u.a. auch Kulturbeirat der Stadt Graz und Aufsichtsratsmitglied des Universalmuseums Joanneum. Er unterrichtet zudem auch an der Fachhochschule Joanneum und an der Karl Franzens Universität Graz. Schon in seiner Zeit als Bischofssekretär war er u.a. auch in strategisch-wirtschaftliche Fragen involviert, zugleich freilich auch mit dem umfangreichen Spektrum der Aufgaben und Herausforderungen eines Bischofs konfrontiert.

 

Pree: Kirchenrechtler und päpstlicher Berater

 

Der emeritierte Münchner Kirchenrechtler Prof. Helmuth Pree gilt als ausgewiesener Experte seines Fachbereichs. U.a. berät er auch den Päpstlichen Rat für die Auslegung der Gesetzestexte. Der gebürtige Oberösterreicher (Jahrgang 1950) studierte zunächst Rechtswissenschaft in Linz und schloss 1974 mit der Promotion ab. Danach spezialisierte er sich auf Kirchenrecht und habilitierte sich 1980 nach dem Erwerb des Lizentiats an der Päpstlichen Lateran-Universität in Rom an der Linzer Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Seit 1983 lehrte er dort als Professor. 1988 wechselte er nach Passau, 16 Jahre später nach München.

 

Pree ist seit 1997 Mitglied der Rechtskommission des Verbandes der Diözesen in Deutschland und wurde 2004 zum Vizepräsidenten der Consociato Internationalis Studio Iuris Canonici Promovendo bestellt, der seit 5 Jahrzehnten bestehenden weltweiten Vereinigung von Wissenschaftlern des kanonischen Rechts mit Sitz in Rom.

 

Seit 2011 ist er Konsultor des Päpstlichen Rats für die Auslegung der Gesetzestexte. Viele Jahre war sein Rat auch in der Deutschen Bischofskonferenz gefragt. Prees Forschungen konzentrierten sich auf die rechtlichen und theologischen Grundlagen des Kirchenrechts. Außerdem publizierte er Monografien über kirchliches Vermögensrecht sowie das Verfassungs-, Verwaltungs- und Staatskirchenrecht in Österreich. Für sein Wirken wurde Pree vielfältig ausgezeichnet, u.a. auch mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst Erster Klasse.

 

Kandler-Mayr: Erste Salzburger Ordinariatskanzlerin

 

Elisabeth Kandler-Mayr ist seit 2006 Ordinariatskanzlerin der Erzdiözese Salzburg. Sie studierte in Salzburg Jus und promovierte 1983. Nach dem Gerichtsjahr begann sie 1984 am Diözesan- und Metropolitangericht Salzburg zu arbeiten, zunächst als Notarin und Vernehmungsrichterin, ab 1985 als Richterin. Parallel schloss sie an der Universität München das Studium der Kanonistik ab. Mit 1. September 2006 wurde sie als erste Frau zur Leiterin der Erzbischöflichen Ordinariatskanzlei bestellt.

"Causa Gurk" - Eine kurze Chronologie der Ereignisse
Am 20. Dezember 2018 wurde der Salzburger Erzbischof Franz Lackner von Papst Franziskus zum Apostolischen Visitator der Diözese Gurk ernannt. Bei der am Montag (14. Jänner) vor Ort beginnenden Visitation hat Erzbischof Lackner sein Team dafür und den Visitationsauftrag bekannt gegeben, der sich auf die Diözese Gurk und die Vorgänge seit 2008 bis einschließlich der gegenwärtigen Sedisvakanz bezieht. Katholisch.at dokumentiert die wichtigsten Ereignisse, die dazu geführt haben:

17. Mai 2018 - Papst Franziskus nimmt den altersbedingten Rücktritt des St. Pöltner Bischofs Klaus Küng (77) an und bestimmt den seit 17 Jahren die Diözese Gurk-Klagenfurt leitenden Bischof Alois Schwarz (65) zu dessen Nachfolger. Die Ernennung von Bischof Schwarz wird allgemein positiv aufgenommen.

15. Juni - Das Magazin "News" erhebt schwere Vorwürfe gegen die Amtsführung von Bischof Alois Schwarz, die vor allem den Umgang mit dem Mensalgut und die persönliche Lebensführung betreffen. Bischof Schwarz weist die Vorwürfe von sich. Die mediale Debatte nimmt dennoch weiter zu.

24. Juni - Bischof Schwarz verabschiedet sich mit einer Dankmesse im Klagenfurter Dom von der Diözese Gurk und wird für sein Wirken gewürdigt. Generalvikar Engelbert Guggenberger würdigt den scheidenden Bischof als "herausragende Persönlichkeit, große Stimme und lieben Menschen", der das religiöse Klima in Kärnten "überdurchschnittlich stark und nachhaltig geprägt hat".

1. Juli - Mit einem Festgottesdienst im St. Pöltner Dom und unter zahlreicher Teilnahme aus Kirche, Politik und Gesellschaft tritt Alois Schwarz sein Amt als neuer Bischof der Diözese St. Pölten an.

2. Juli - Das Gurker Domkapitel wählt Dompropst Engelbert Guggenberger (65) zum Diözesanadministrator, der damit während der Sedisvakanz die Diözese Gurk-Klagenfurt leitet. Unmittelbar nach der Wahl kündigt Guggenberger eine umfassende Prüfung der wirtschaftlichen und personellen Situation im bischöflichen Mensalgut (Bistum Gurk) an und setzt wenig später eine Arbeitsgruppe dazu ein. Erste Maßnahmen sind dann u.a. die Wiederinkraftsetzung des bis Anfang 2018 geltenden Statuts für das bischöfliche Mensalgut und die Kündigung der Leiterin des Bildungshauses St. Georgen am Längsee.

1. August - Bischof Alois Schwarz bittet den Vatikan um Klärung der Vorwürfe gegen ihn aus seiner Zeit als Bischof in Kärnten und übermittelt der Bischofskongregation eine Sachverhaltsdarstellung.

10. Dezember - Die Diözese Gurk-Klagenfurt sagt die ursprünglich für 11. Dezember geplante Pressekonferenz, bei der der Prüfbericht über das bischöfliche Mensalgut präsentiert werden sollte, ab. Angewiesen hat die Absage die Bischofskongregation, die sämtliche Unterlagen erhält. Bischof Schwarz begrüßt die vatikanische Entscheidung und erklärt seinerseits, dass der inzwischen Rom vorliegende Rohbericht zur wirtschaftlichen Gebarung des Bistums Gurk die "Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften" bestätige. Es hätten keine Tätigkeiten stattgefunden, die den Bestand des Bistums gefährden oder seine Entwicklung wesentlich beeinträchtigen hätten können.

12. Dezember - Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger gibt weitreichende personelle und strukturelle Maßnahmen für das bischöfliche Mensalgut bekannt, die für die Dauer der Sedisvakanz gelten. Die sich weiter verstärkende Forderung nach einem offenen Umgang mit den Ergebnissen des Prüfberichtes wird auch von Kardinal Christoph Schönborn unterstützt. Als Vorsitzender der Bischofskonferenz werde er sich für "Klärung und Offenlegung" bei der vatikanischen Bischofskongregation einsetzen, so der Kardinal in einem Schreiben an den Vorstand der Kärntner Dechantenkonferenz.

18. Dezember - Bei einem kurzfristig einberufenem Pressetermin stellt das Gurker Domkapitel den Abschlussbericht zur wirtschaftlichen Prüfung des Bischöflichen Mensalguts vor. Diözesanadministrator Guggenberger wirft namens des Gurker Domkapitels Bischof Schwarz vor, dieser habe durch seine "Amts- und Lebensführung" inklusive "fragwürdiger Personalentscheidungen" inner- und außerkirchliche Kritik hervorgerufen und im ihm direkt unterstellten Bischöflichen Mensalgut auch materiellen Schaden verursacht. In der Folge entsteht eine heftige innerkirchliche und mediale Debatte.

20. Dezember - Rom greift in die Debatte rund um die Diözese Gurk erneut ein und ernennt den Salzburger Erzbischof Franz Lackner zum Apostolischen Visitator. Dieser soll im Auftrag des Papstes ein umfassendes Lagebild erheben und Mitte Jänner damit vor Ort beginnen. Kardinal Schönborn, Bischof Schwarz und Diözesanadministrator Guggenberger begrüßen die Entscheidung.

14. Jänner - Erzbischof Lackner beginnt mit der Visitation in den Diözese Gurk, die sich auf die Zeit seit 2008 bis einschließlich der Sedisvakanz bezieht. Mit im Visitationsteam sind u.a. der Feldkircher Bischof Benno Elbs, der steirische Caritasdirektor Herbert Beiglböck, der Grazer Spitalsdirektor Christian Lagger, der Münchner Kirchenrechtler Helmuth Pree und die Salzburger Ordinariatskanzlerin Elisabeth Kandler-Mayr.

 

Guggenberger bleibt "handlungsfähig" - aber "nicht autark"

 

Das dürfte in Kärnten auf offene Ohren treffen - ebenso wie Lackners Eingeständnis bei der Auftaktpressekonferenz in Klagenfurt, er habe "verabsäumt, das direkte Gespräch mit Bischof Alois zu suchen", wohlwollend aufgefasst worden sein dürfte. Ähnlich wohl auch Lackners Aussage in der "Kleinen Zeitung", er persönlich könnte "mit solchen Vorwürfen", wie sie gegen Bischof Schwarz erhoben werden, "nicht leben".

 

Zugleich nutzte Lackner sein Pressestatement jedoch, um einen klaren Fahrplan vorzulegen und auch entsprechend Hierarchien und Zuständigkeiten klar zu benennen: Administrator Guggenberger bleibe in dieser Zeit gewiss "handlungsfähig", aber "nicht autark". Zeitlich werde man versuchen, bis zur Fastenzeit Ergebnisse der Visitation vorzulegen - auch wenn dies "kein unverrückbares Fixdatum" sei; auf jeden Fall wolle man "keine Causa infinita daraus machen". Richter über das Ergebnis sei im Übrigen nicht er, sondern Rom, so Lackner. 

 

Prüfauftrag umfasst Zeit von 2008 bis heute

 

Der Prüfauftrag Lackners umfasst im Übrigen die Situation der Diözese Gurk als Ganzes - geprüft wird also die Zeit von 2008 bis einschließlich der gegenwärtigen Sedisvakanz. Dabei will Lackner mit seinem Team sämtlich Unterlagen und Prüfberichte, die vom Diözesanadministrator und dem Domkapitel erarbeitet wurden, berücksichtigen, wie er erklärte.

 

Was die Zeit seit Juli 2018 betrifft, so gehe es dabei um die Frage, ob innerhalb der Sedisvakanz das kirchenrechtliche Neuerungsverbot gemäß Kanon 428 des Kirchengesetzbuches (CIC) eingehalten wurde. "Während der Sedisvakanz darf nichts verändert werden", hält dazu das Kirchenrecht fest. Damit ist es einem Diözesanadministrator "untersagt, irgend etwas zu tun, was eine Beeinträchtigung der Diözese oder der bischöflichen Rechte mit sich bringen könnte", heißt es dazu im CIC.

 

Zur Arbeitsweise wurde außerdem besprochen, dass neben der Auswertung bereits vorhandener Unterlagen auch Gespräche mit allen maßgeblichen Personen und Amtsträgern stattfinden sollen. Dazu wird Lackner mit seinem Team wieder am 25. und 26. Jänner in Kärnten anwesend sein. Für Mitte Februar ist überdies ein "Sprechtag mit dem Apostolischen Visitator" in Kärnten geplant. Schließlich wurde vereinbart, dass das Domkapitel nach Abschluss der Visitation Einsicht in den Abschlussbericht und die Möglichkeit zu einer Stellungnahme erhalten wird.

 

Henning Klingen

Kathpress / Katholisch.at

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