
Scheuer würdigt soziale Aufbauarbeit der Kirche in Weißrussland
Viel Lob für den Einsatz der katholischen Kirche in Weißrussland hat Bischof Manfred Scheuer geäußert. Sie leiste angesichts der sozialen Not im Land "wichtige Aufbauarbeit", sorge sich ganzheitlich um die Menschen und sei in der Gesellschaft mit viel Mut präsent, erklärte der Linzer Diözesanbischof am Montag nach der Rückkehr von einem einwöchigen Besuch von Sozial- und Pastoralprojekten in mehreren weißrussischen Diözesen, die von der Linzer Caritas und dem diözesanen Osthilfefonds unterstützt werden.
In Weißrussland leben etwa eine halbe Million Menschen in Armut, allen voran kinderreiche Familien und alte Menschen. Rund 15 Prozent der Bevölkerung sind katholisch. Die Caritas ist in dem osteuropäischen Land besonders in den sozialen Brennpunkten aktiv, wie etwa für benachteiligte Kinder, Menschen mit Behinderungen, Obdachlose und alte Menschen.
Bischof Scheuer besuchte gemeinsam mit dem oberösterreichischen Caritas-Direktor Franz Kehrer u.a. ein Kinderdorf in Gomel, in dem Kinder mit Behinderungen leben. Es handle sich dabei um ein "Modellprojekt, das auf das ganze Land ausstrahlt", erklärte Kehrer - "um die einzige Einrichtung im ganzen Land, in der Kinder mit Behinderungen wie in der Familie leben können".
Weitere Programmpunkte von Scheuers Projektreise waren auch Gespräche mit den Bischöfen der weißrussischen Diözesen und Caritas-Mitarbeitern, die Eröffnung eines Sportplatzes der Salesianer Don Boscos in der wirtschaftlich benachteiligten Region Smorgon, sowie Besuche eines Schulzentrums der Ursulinen in Minsk und des nahe gelegenen Caritas-Zentrums St. Lukas. Letzteres wurde mit Spenden aus Österreich errichtet und hat seit der Eröffnung 2004 bereits mehr als 1.000 krebskranken Kindern und ihren Angehörigen eine kostenlose Unterkunft während der Behandlung ermöglicht. Bei der Gedenkstätte der Opfer Weißrusslands in der orthodoxen Allerheiligenkirche sprach Bischof Scheuer zudem gemeinsam mit Erzbischof Thaddeus Kondrusiewicz ein gemeinsames Gebet für die weißrussischen Opfer des Nationalsozialismus sowie der Atomkatastrophe von Tschernobyl.
Quelle: kathpress