
"Jugend Eine Welt":
Klimaschutz in Afrika mittels Solarenergie
"Jugend Eine Welt":
Klimaschutz in Afrika mittels Solarenergie
Auf die Förderung "klimaneutraler Entwicklung" in Entwicklungsländern verweist angesichts der am 31. Oktober startenden UN-Weltklimakonferenz in Glasgow das katholische Hilfswerk "Jugend Eine Welt". Die international tätige NGO fördert in Äthiopien die Ausbildung in Solartechnik, welche angesichts der Energiearmut und wenig ausgebauter Stromnetze vor Ort eine zukunftsversprechende Alternative sei, heißt es in einer Aussendung vom Mittwoch. Unterstützt wird das Hilfswerk dabei von der staatlichen Austrian Development Agency (ADA).
Das Programm zur Ausbildung von Solartechnikerinnen und Solartechnikern läuft bereits an neun Schulen der Salesianer Don Boscos in Äthiopien und Uganda, zudem gibt es auch Kurse zur Fotovoltaik und "Train the Trainer"-Kurse für künftige Solartechnik-Lehrkräfte. "Damit sich die Solarenergie durchsetzen kann, braucht es Fachkräfte, die in die Dörfer fahren, dort beraten, Solaranlagen installieren und auch warten", beschrieb "Jugend Eine Welt"-Geschäftsführerin Reinhard Heiserer das Ziel des Projektes. Bildungsarbeit für mehr Umweltbewusstsein leisten im Rahmen desselben Projekts sogenannte "Green Clubs", in denen sich Schüler ab dem Volksschulalter spielerisch mit Naturschutz und Nachhaltigkeit auseinandersetzen.
Im Vorfeld Richtung Klimakonferenz appelliert Heiserer an die Industrienationen zu einem "deutlich stärkeren Beitrag zur weltweiten Gerechtigkeit bei der Eindämmung der globalen Erwärmung". Seit Jahrzehnten seien die reichen Staaten im Norden die Hauptverursacher der Klimakrise, während die Länder des Südens an den Folgen litten. "Für sie ist es nicht nur eine Krise, sondern wird zur Klimakatastrophe", so der Geschäftsführer. Dürren und Überschwemmungen würden immer häufiger, womit Bauern oder Viehzüchtern oft um ihre Existenz bangen müssten. Statt schöner Worte und Versprechen bräuchten die Opfer des Klimawandels vor allem die Einhaltung von finanziellen Zusagen der Industriestaaten.