
Caritas Kärnten startet Kampagne für Uganda
Die Caritas Kärnten unterstützt mit ihrer "Kinderkampagne" heuer Mädchen und Buben in Uganda. Mehr Kinder denn je leiden unter den globalen Konflikten und sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, machte die Caritas am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Klagenfurt aufmerksam. "Kaum vorstellbar, was Kinder in den Krisenherden der Welt durchmachen müssen. Wir müssen sie dringend unterstützen, damit aus ihren Traumata wieder ein Stück weit Träume werden können", sagte der Direktor der Diözese Gurk, Ernst Sandriesser. Er appellierte an die Kärntnerinnen und Kärntner, weiterhin zu helfen.
"Damit auch Kinder in Krisengebieten in Sicherheit und Geborgenheit aufwachsen und eines Tages der Armut entkommen können, hilft die Caritas in den betreffenden Regionen weltweit vielfältig und treffsicher; mit Nothilfe und langfristigen Projekten", sagte Alexandra Blattnig-Rull, Bereichsleiterin der Auslandshilfe der Caritas Kärnten. Sie macht sich derzeit selbst ein Bild von der Situation der Kinder in dem ostafrikanischen Land im Rahmen eines Projektbesuchs.
"Die Hilfe aus Kärnten kommt an! Die Kinder und Jugendlichen, die wir unterstützen, sind aus ganzem Herzen dankbar dafür", berichtete Blattnig-Rull. Aufgrund von Hungersnöten, ständigen Konflikten, mangelnder Gesundheitsversorgung und Armut habe Uganda mit verschiedenen Problemen zu kämpfen, die erheblichen Einfluss auf das Leben der Kinder haben. Fast die Hälfte der Bevölkerung sind Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren. Ein erheblicher Teil davon lebe in Armut und unter menschenunwürdigen Bedingungen.
Klimawandel verschlimmert die Situation
In der Region, in der sich Blattnig-Rull aufhält, leiden besonders viele Minderjährige an Unterernährung: "Es ist sehr trocken und der Klimawandel verschlimmert die Situation. Dadurch kann nicht ausreichend Nahrung produziert werden. Die Kinder gehen hungrig zu Bett. Einige sterben an Unterernährung, während andere an Mangelerscheinungen leiden, die zu vielen Krankheiten führen können", so die Caritas-Bereichsleiterin. Obwohl in Uganda eine siebenjährige Schulpflicht für alle Kinder gelte, würden viele nicht zur Schule gehen oder könnten ihre Ausbildung nicht beenden, weil sie zum Lebensunterhalt der Familie beitragen müssen.
Dabei sind jedoch Ernährung und Bildung die Schlüssel, um aus der Armutsspirale zu entkommen. In Uganda unterstützt die Caritas Kärnten deshalb etwa arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene dabei, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlangen, die den Arbeitseinstieg erleichtern oder selbst Arbeitsmöglichkeiten schaffen.
"Noch bevor Kinder ihr eigenes Leben richtig begonnen haben, kämpfen sie darum. Noch bevor sie gelernt haben, für sich selbst zu sorgen, müssen sie das für andere tun. Kinder verlieren durch Armut, Krisen und Kriege ihre Kindheit und eine Chance auf eine glückliche Zukunft", sagte Caritasdirektor Sandriesser. Hilfe sei dringend notwendig, "damit aus den Traumata der Kinder wieder Träume werden und wir ihnen weltweit ein chancenreiches Aufwachsen ermöglichen". (Spenden: IBAN: AT40 2070 6000 0000 5587 Kennwort "Kinder in Not", oder online: www.caritas-kaernten.at/kinder)
Quelle: kathpress