
Schönborn kritisch zu geplantem Kopftuchverbot
Kardinal Christoph Schönborn steht dem von der Regierung geplanten Kopftuchverbot bis zur achten Schulstufe kritisch gegenüber. "Es sieht nach einem Eingriff in die Religions- und Erziehungsfreiheit aus", schreibt der emeritierte Wiener Erzbischof in seiner wöchentlichen Kolumne in der Zeitung "Heute" (Freitag). Schönborn schließt sich damit der Österreichischen Bischofskonferenz an, die in einer umfassenden Stellungnahme im Rahmen des parlamentarischen Begutachtungsverfahrens erhebliche rechtliche Bedenken zu dem geplanten Gesetz geäußert hat.
"Der österreichische Staat ist weltanschaulich neutral. Er achtet die Religionsfreiheit, auch für die religiöse Erziehung durch die Eltern", erklärt nun auch Schönborn. Deshalb solle der Staat nur dort eingreifen, wo Eltern das Kindeswohl gefährden. Österreich habe einen "beneidenswerten Religionsfrieden", fügt der Kardinal hinzu: "Für ihn sind wir alle miteinander verantwortlich. Wollen wir eine Gruppe davon ausgrenzen?"
Quelle: kathpress