
Bischof Schwarz: "Erfahrung der Nähe Gottes in die Welt hinaustragen"
Der St. Pöltner Diözesanbischof Alois Schwarz hat betont, dass das Ende des unter dem Motto "Pilger der Hoffnung" stehenden Heiligen Jahres 2025 für gläubige Katholiken keineswegs einen Schluss-Strich bedeutet, sondern einen Anfang markiert. "Wir gehen hinaus aus einem Heiligen Jahr, hinein in ein geheiligtes Jahr!", sagte Schwarz laut Bericht der St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt" (31.12.) am 28. Dezember bei einem Festgottesdienst im Dom von St. Pölten zum Abschluss des Jubiläumsjahrs. Er rief die Gläubigen dazu auf, die im Heiligen Jahr erfahrenen Gnaden und die Nähe Gottes in die Welt hinauszutragen. "Wir sind unterwegs - als Pilger im Heiligen Jahr, aber auch danach, unser Leben lang."
In der Diözese St. Pölten konnten die Besucherinnen und Besucher der 13 zum Heiligen Jahr als Jubiläumskirchen benannten "Kirchen der Hoffnung", darunter die Basiliken in Maria Taferl, am Sonntagberg und in Maria Dreieichen, Buchstaben für ein Pilgerarmband sammeln. Diese Buchstaben ergaben am Ende den Schriftzug "Heiliges Jahr 2025".
Nach dem Abschlussgottesdienst am 28. Dezember erhielten Pilger, die alle 13 Kirchen besucht und ihr Armband komplettiert hatten, eine Urkunde. Bischof Schwarz erklärte, dass die Armbänder das Unterwegssein im Glauben verdeutlichten. Die gesammelten Buchstaben könnten durch weitere ergänzt werden, wie "D" für "Dankbarkeit" oder "G" für "Gebet".
Zum am selben Tag gefeierten Fest der heiligen Familie hob Schwarz die Rolle von Familien bei der Weitergabe des Glaubens hervor. Er erinnerte an das Schreiben "Amoris laetitia" von Papst Franziskus (2013-2025), in dem die Familie als "Ort der Gegenwart Gottes" beschrieben wird. "Das gilt auch dann, wenn die Familie nicht perfekt ist und die Liebe zwischen den Menschen nicht geglückt ist. Heiligkeit beginnt nicht bei makellosen Verhältnissen, sondern dort, wo man immer wieder anfängt, einander lieben zu wollen", sagte Schwarz.
Quelle: kathpress