
Sternsinger trotzen Eiseskälte im Endspurt ihrer Sammelaktion 2026
Als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder und Jugendliche sind derzeit auf Österreichs Straßen unterwegs und trotzen der klirrenden Kälte: Die am 27. Dezember begonnene Sternsingaktion erreicht mit dem Dreikönigstag am 6. Jänner ihren Höhepunkt. Obwohl derzeit strenge Wintertemperaturen das Land fest in Griff haben - für Dienstag waren in vielen Regionen zweistellige Minusgrade angesagt - sind laut der Katholischen Jungschar auch heuer wieder 85.000 Kinder und Jugendliche beteiligt und setzen, warm eingepackt, ein starkes Zeichen gelebter Solidarität. Außer ihren Besuchen von Tür zu Tür sind am Dienstag viele von ihnen Gast in den Dreikönigsgottesdiensten der Pfarren, in den Folgetagen besuchen sie Politiker.
"Die Motivation war bei allen Beteiligten wieder sehr groß. Und das, obwohl es in den letzten Tagen eiskalt und windig war", zog Veronika Schippani-Stockinger, Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar Österreichs, am Montag Zwischenbilanz. Den vielen Kindern und Jugendlichen sei der Einsatz für die gute Sache hoch anzurechnen, ebenso aber auch den vielen beteiligten Erwachsenen, die ihn mit ermöglichen. In allen Bundesländern hätten sich die besuchten Menschen über den Segen für das neue Jahr sehr gefreut und die Sternsinger mit offenen Türen empfangen.
Worte des Dankes und der Anerkennung richtete Schippani-Stockinger auch an alle Spenderinnen und Spender. Auch ihr Engagement mache das Sternsingen zu einem "starken Zeichen für Gemeinschaft, Solidarität und eine gerechte Welt". Ein exaktes, österreichweites Spendenergebnis werde erst feststehen, nachdem die Aktion am Dreikönigstag und mancherorts auch darüber hinaus abgeschlossen sei. Zudem gebe es weiterhin auch die Möglichkeit einer Online-Spende unter www.sternsingen.at/spenden.
Viele "Promi-Termine" ab 7. Jänner
Auch nach dem Dreikönigstag setzen einige Gruppen von Sternsingerinnen und Sternsinger die Aktion fort und machen politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern eine Aufwartung. Am 7. Jänner stehen mehrere Termine in Wien auf dem Programm, darunter Besuche bei den Bundesministern Markus Marterbauer, Christoph Wiederkehr, Beate Meinl-Reisinger und Claudia Plakolm sowie beim SPÖ-Klubobmann Philip Kucher. Am 8. Jänner folgen Begegnungen mit Vizekanzler Andreas Babler, Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Grünen-Klubobfrau Leonore Gewessler und NEOS-Klubobmann Yannick Shetty. Auch am 9. Jänner sind Stationen geplant, etwa bei Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner und OeNB-Gouverneur Martin Kocher.
Über den Jännerbeginn hinaus reicht der königliche Besuchskalender mit weiteren politischen Terminen: Am 12. Jänner empfängt Bundesminister Norbert Totschnig die Sternsinger, am 14. Jänner ÖVP-Klubobmann August Wöginger. Auf europäischer Ebene ist eine österreichische Delegation zudem Teil des europäischen Sternsingennetzwerks und trifft am 14. Jänner EU-Parlamentpräsidentin Roberta Metsola sowie am 15. Jänner EU-Kommissar Magnus Brunner in Brüssel.
Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Sternsinger Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker und mehrere Landeshauptleute besucht. Auch die heimischen Diözesanbischöfe empfingen die "Heiligen Drei Könige". Eine Sternsingergruppe aus Frauenkirchen im Burgenland feierte mit Papst Leo XIV. in Rom den Neujahrsgottesdienst im Petersdom. Besondere Begegnungen habe es aber auch in ganz anderen Bereichen gegeben, wie etwa bei der Vierschanzentournee am Bergisel, hieß es am Montag vonseiten der Katholischen Jungschar.
Quelle: kathpress