
Salzburger Erzbischof feierte mit Sternsingern und Partnerdiözesen
Mit Kirchenvertretern aus Bolivien, Südkorea und dem Kongo sowie Sternsingerinnen und Sternsingern aus Eben in Salzburg hat Erzbischof Franz Lackner im Salzburger Dom die Festmesse am Dreikönigstag gefeiert. Der 6. Jänner wird in der Erzdiözese Salzburg traditionell auch als Tag der weltkirchlichen Diözesanpartnerschaften begangen. Seit 1968 unterhält man offizielle Verbindungen mit den Partnerdiözesen Daegu (Südkorea), San Ignacio de Velasco (Bolivien) und Bokungu-Ikela (Demokratische Republik Kongo). Die Texte und Gesänge wurden in den Sprachen der Partnerdiözesen vorgetragen: Spanisch, Koreanisch, Lingala. Zudem wurde der Gottesdienst in Gebärdensprache gedolmetscht, teilte die Erzdiözese Salzburg mit.
Erzbischof Lackner bezeichnete beim Gottesdienst die biblische Erzählung von den Magiern aus dem Osten, den "Heiligen drei Königen", die dem aufgehenden Stern folgen, als "Hoffnungspotenzial" für das christliche Abendland, das sich laut Umfragen "in einer Art Neuheidentum" befinde. Die Magier hätten den Stern als Hinweis erkannt. "Was sehr bemerkenswert ist: Sie waren Heiden. Jesus wird in seinem öffentlichen Wirken kein heidnisches Haus betreten; Anfang und Ursprung der Heilsgeschichte aber schließen niemanden aus. Was sie wohl auszeichnete, war ihr Gespür für einen Gott, der - wie es sehr schön heißt - immer größer ist."
"Ein Hoffnungsfunke"
"Der Hoffnungsfunke liegt nun darin, dass auch Heiden, zu denen Jesus sich zuerst nicht gesendet empfand, den Zugang zu diesem paradiesischen Ereignis in Betlehem gefunden haben", sagte Lackner. Gott sei für alle Mensch geworden. "In der Krippe liegt der Mensch in seiner ursprünglichen Schöpfungsgutheit, von der Sünde noch unberührt; der Gottmensch Jesus Christus. Dieser gute Anfang steht für alle offen."
Eine Antwort auf die Frage nach der Bedeutung dieser Erzählung gäben auch die Sternsinger, so der Salzburger weiter. Ihnen "gilt es Dank zu sagen", die die Frohe Botschaft von der Menschwerdung Gottes verkünden und für die vielen Armen in der ganzen Welt sammeln.
Quelle: kathpress