Benediktiner und Sternwarten-Direktor P. Amand Kraml verstorben
Das Stift Kremsmünster trauert um den Benediktinerpater und Sternwartendirektor Amand Kraml. Wie das oberösterreichische Benediktinerkloster am Dienstag bekanntgab, starb der Ordensmann am 17. Jänner im 74. Lebensjahr. Der aus Waldkirchen am Wesen stammende Priester und Wissenschafter leitete seit 1995 die Sternwarte des Stifts und hat zu den "Informatikern der ersten Stunde" gezählt. Kraml, Träger des Ehrentitels "Konsulent der Wissenschaft" des Landes Oberösterreich, habe klösterliches Leben, Seelsorge und naturwissenschaftliche Forschung miteinander verbunden, würdigte das Stift den Verstorbenen in einer Aussendung. Die Totenwache findet am 23. Jänner, der Begräbnisgottesdienst am 24. Jänner in der Stiftskirche Kremsmünster statt.
Der am 2. Oktober 1952 geborene Gerhard Kraml trat 1971 in das Stift Kremsmünster ein und erhielt den Ordensnamen Amand. Nach theologischen Studien in Salzburg und Rom legte er 1976 die Ewige Profess ab und wurde 1977 in Kremsmünster zum Priester geweiht. Seinen seelsorglichen Dienst begann er als Kaplan in Weißkirchen, ehe er ein Biologiestudium an der Universität Wien startete.
Ab 1987 wirkte Kraml als Kustos der naturwissenschaftlichen Sammlungen der Sternwarte, von 1995 bis zu seinem Tod als deren Direktor. Zu seinen Aufgaben zählten unter anderem die tägliche Wetterbeobachtung, die Betreuung der Sammlungen und Archive, die Pflege wissenschaftlicher Geräte sowie die Vermittlung der Bestände an Besucher. 2002 schloss er sein Doktorat über die Flora von Kremsmünster und Umgebung ab. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war P. Amand Kraml viele Jahre pastoral in den Pfarren Steinerkirchen an der Traun und Fischlham engagiert.
Dem Stift Kremsmünster gehören 38 Ordensbrüder an, die 29 Pfarren in der Region betreuen. Im Stiftsgymnasium werden 450 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Das Kloster beschäftigt 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2027 wird das Kloster 1250 Jahre alt. International bekannt ist es für den nach dem Stifter des Klosters benannten Tassilo-Kelch. (infos: www.stift-kremsmuenster.at)
Quelle: kathpress
