
Linz: Ökumene-Plädoyer für gemeinsamen Auftrag der Kirchen
Hoffnung und Zuversicht zu den Menschen bringen: Dieser Auftrag der christlichen Kirchen wurde beim Ökumenischen Gottesdienst in der Baptistengemeinde Linz im Rahmen der internationalen "Gebetswoche für die Einheit der Christen" hervorgehoben. An der vom Forum der Christlichen Kirchen in Oberösterreich getragenen Feier beteiligten sich am 23. Jänner Repräsentantinnen und Repräsentanten aus elf christlichen Kirchen, unter ihnen der katholische Linzer Bischof Manfred Scheuer und der evangelische Superintendent Gerold Lehner, teilte die Diözese Linz am Sonntag mit.
"Kirche ist ein Ort, wo, Trauer, Angst und Verzweiflung Platz haben, wo aber auch Freude, Hoffnung und Zuversicht spürbar werden. Menschen in Not wird in den Gemeinden unkompliziert geholfen", sagte Pfarrer Gernot Mischitz von der evangelisch-lutherischen Pfarrgemeinde Leonding in seiner Predigt. Auftrag der christlichen Kirchen sei es, ihr Leuchten und Strahlen hinauszutragen in die Gesellschaft, in die Welt, denn: "Dann bringen wir allen Menschen Hoffnung, Zuversicht, Liebe", zeigte sich Mischitz überzeugt.
Damit verbunden sei die Verantwortung, sich einzumischen, "wenn Menschen ungerecht behandelt werden, wenn Ressourcen ungleich verteilt werden, wenn Frieden gebrochen und Unfrieden gesät wird". Christsein erschöpfe sich nicht im Gebet, im Feiern des Gottesdienstes, in der Lektüre der Bibel und der Liebe zu Gott. Es bedeute auch ein Sich-Einlassen auf ungerechte Verhältnisse, auf Menschen in ihrer Vielfalt, so der evangelische Pfarrer; es gelte, die Grundhaltungen Jesu im eigenen Leben zur Geltung zu bringen.
Gebetswoche endet am Sonntag
Die heurige internationale "Gebetswoche für die Einheit der Christen" endet am Sonntag. Während der jährlich von 18. bis 25. Jänner stattfindenden Ökumene-Woche kommen Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten. Auch in Österreich gab es in den vergangenen Tagen zahlreiche gemeinsame Gottesdienste der christlichen Kirchen und Veranstaltungen zum Thema Ökumene.
Die Unterlagen für die Gebetswoche werden jedes Jahr in einem anderen Land vorbereitet, dieses Mal von Gläubigen der Armenisch-apostolischen, Armenisch-katholischen und der Evangelischen Kirche in Armenien. Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich schlägt stets auch Projekte vor, denen die "ökumenische Kollekte" in der Gebetswoche zugutekommt. Heuer wurde u. a. für die Förderung von Betreuungsangeboten für benachteiligte Kinder im Rahmen von Little-Prince-Zentren in Shirak und Lori, Armenien gesammelt.
Quelle: kathpress