
Kirchliches Familieninstitut lenkt Blick auf demografischen Wandel
Das Kirchliche Familieninstitut IEF widmet sich dem demografischen Wandel und seinen gesellschaftlichen Folgen. Unter dem Titel "Familie als Zukunftsprojekt. Kirche im Gespräch zum demografischen Wandel" diskutieren am 24. Februar in Wien der frühere Wissenschaftsminister und Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Heinz Faßmann, die OSZE-Sonderbeauftragte für demografischen Wandel, Gudrun Kugler, die Präsidentin des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie, Barbara Haid, sowie der Leiter des Familienreferats der Bischofskonferenz, Bischof Hermann Glettler. Die Veranstaltung im Stephanisaal des Curhauses (Stephansplatz 3) beginnt um 18 Uhr, ein Empfang davor um 17.15 Uhr.
Ausgangspunkt des Abends ist die wachsende Bedeutung demografischer Entwicklungen für Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur. Sinkende Geburtenzahlen und eine zunehmende Alterung der Bevölkerung verändern zentrale Bereiche wie Arbeitsmarkt, Pflege, Bildung und den sozialen Zusammenhalt. Internationale Analysen, darunter auch der OSZE, beschreiben den demografischen Wandel als langfristige Herausforderung, die politische, gesellschaftliche und kulturelle Antworten erfordert.
In einem ersten Teil der Veranstaltung skizzieren Impulsvorträge aktuelle Befunde zum demografischen Wandel. Dabei geht es um Ursachen und Dynamiken, aber auch um die Frage, wie verantwortungsvoll darauf reagiert werden kann. Thematisiert wird unter anderem, dass der Rückgang der Geburtenzahlen nicht nur mit bewusster Familienplanung zusammenhängt, sondern auch mit später Familiengründung, wirtschaftlicher Unsicherheit und ungewollter Kinderlosigkeit. Auch ein Ehepaar wird dabei referieren.
Das anschließende Podiumsgespräch rückt die Familie in den Mittelpunkt. Diskutiert wird ihre Rolle als sozialer und kultureller Bezugspunkt sowie die Bedeutung von Elternschaft und generationenübergreifender Verantwortung. Zudem wird erörtert, welchen Beitrag Kirche leisten kann, um Beziehungen, Fürsorge und Solidarität in einer sich wandelnden Gesellschaft zu stärken. Ziel des Abends ist es laut IEF, einen sachlichen Beitrag zum öffentlichen Dialog über langfristige Perspektiven im Umgang mit dem demografischen Wandel zu liefern. (Infos und Anmeldung unter: https://www.ief.at/demografie/)
Quelle: kathpress