
Diözesen laden am "Krankensonntag" zur Krankensalbung im Gottesdienst
Die Kranken und ihre Würde, das seelsorgliche Angebot für sie sowie auch die Angehörigen und das medizinische- und Pflegepersonal stehen jedes Jahr am 11. Februar im Fokus des kirchlichen "Welttags der Kranken", der heuer zum 34. Mal stattfindet. Auch in Österreich gibt es in vielen Diözesen und Pfarren an diesem Tag oder schon am "Krankensonntag" davor anlassbezogene Gottesdienste. Vielerorts ist es möglich, dabei auch spezielle Segnungen oder das Sakrament der Krankensalbung zu empfangen.
Der Welttag wurde 1993 von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen und findet am Gedenktag "Unserer Lieben Frau von Lourdes" statt; Papst Benedikt XVI. wählte im Jahr 2013 diesen Tag, um seinen Rücktritt bekanntzugeben. Der Welttag der Kranken lädt auch dazu ein, Mitgefühl praktisch zu leben und kranke Menschen, ihre Familien sowie Pflegende in den Blick zu nehmen. Heuer steht er unter dem von Papst Leo XIV. vorgegebenen Motto "Das Mitgefühl des Samariters: Lieben und den Schmerz des Nächsten tragen".
Angebote in den Diözesen
In Wien gibt es am Mittwoch, 11. Februar, im Stephansdom um 18 Uhr eine Heilige Messe mit Krankensalbung und Einzelsegen. Der Gottesdienst wird von Weihbischof Franz Scharl gemeinsam mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern der Krankenhaus- und Pflegeheimseelsorge geleitet und durch Mitarbeitende der Seelsorgebereiche musikalisch gestaltet. Ergänzend gibt es auch in der Wiener Karlskirche bei der Abendmesse um 18 Uhr sowie am Sonntag, 15. Februar, um 10.30 Uhr Krankensalbungen im Rahmen des Gottesdienstes.
In der Diözese Graz-Seckau wird am 11. Februar, um 15.30 Uhr, in der Krankenhauskapelle der Barmherzigen Brüder Graz eine Heilige Messe mit Weihbischof Johannes Freitag gefeiert, bei der ebenfalls die Krankensalbung gespendet wird. Die Diözese Innsbruck lädt am Freitag, 13. Februar, um 19 Uhr zur Eucharistiefeier für kranke Menschen und alle, die sie begleiten, in die Jesuitenkirche Innsbruck ein. Die Diözese Eisenstadt bietet auf ihrer Website liturgisches Material und Fürbitten zum Welttag der Kranken und überträgt am 8. Februar ab 8.55 Uhr einen Fernsehgottesdienst auf ServusTV aus Schützen am Gebirge. In der Diözese Feldkirch wird am 11. Februar um 16 Uhr im Abt-Pfanner-Haus in Langen bei Bregenz ein Gottesdienst mit Krankensegnung gefeiert.
In Klagenfurter Dom findet am Sonntag, 8. Februar, um 10 Uhr eine Messe mit Dialogpredigt von Dompfarrer Peter Allmaier und dem Psychiater, Psychotherapeuten und Buchautor Herwig Oberlechner zum Thema "Das Schweigen wird laut" statt. Am Schluss des Gottesdienstes gibt es auf Wunsch Segnung und Krankensalbung, sowie danach Suppe, Gespräch und Begegnung im Franziskussaal auf Einladung des Referats für Stadtpastoral. Auch in der Pfarre Villach-St. Nikolai gibt es am selben Tag um 11 Uhr eine Krankenmesse mit Krankensalbung.
Auch andere Initiativen begleiten den Tag: Radio Maria bittet bereits seit 2. und noch bis 11. Februar täglich Novenen-Gebete für Kranke, Leidende und ihre Angehörigen, jeweils um 14 Uhr und 19.45 Uhr, verbunden mit Abschnitten aus der Botschaft von Papst Leo XIV. zum Welttag der Kranken.
Botschaft von Papst Leo XIV.
In seiner Botschaft zum Welttag der Kranken betont Papst Leo XIV. die christliche Verantwortung, Mitgefühl und Solidarität in den Blick zu nehmen. Er fordert dazu auf, das Gleichnis vom barmherzigen Samariter als Vorbild zu sehen. "Das Mitgefühl des Samariters: Lieben, indem man das Leid des anderen mitträgt", heißt das Leitmotiv der Botschaft, in der er schreibt, dass gerade die Geschichte im Lukasevangelium helfe, "die Schönheit der Liebe und die soziale Dimension des Mitgefühls wiederzuentdecken und unsere Aufmerksamkeit auf die Bedürftigen und die Leidenden, wie etwa die Kranken, zu richten."
Der Papst hebt hervor, dass Krankenpflege über individuelle Hilfe hinausgehe und eine gemeinsame Aufgabe sei. Er schreibt: "Der Samariter suchte einen Gastgeber, der sich um jenen Mann kümmern konnte; genauso sind auch wir gerufen, andere einzuladen und uns in einem 'Wir' zu begegnen, das stärker ist als die Summe der kleinen Einzelpersonen." Diese Erfahrung, so Leo XIV., gehe "über das rein individuelle Engagement hinaus".
Darüber hinaus widmet Leo XIV. auch sein Gebetsanliegen im Monat Februar Kindern mit unheilbaren Krankheiten. "Wir beten, dass die von unheilbaren Krankheiten betroffenen Kinder und ihre Familien die medizinische Betreuung und die notwendige Unterstützung erhalten, ohne je die Kraft und die Hoffnung zu verlieren", so die vom Vatikan veröffentlichte Intention, die weltweit von katholischen Gläubigen aufgegriffen wird.
Quelle: kathpress