
Goldenstein: Propst hofft auf "dauerhafte Lösung"
Im Ringen um die Zukunft von drei Ordensschwestern aus dem Kloster Goldenstein setzt der kirchenrechtlich für sie Zuständige, Propst Markus Grasl, weiterhin auf eine "gute und dauerhafte Lösung". Das teilte sein Sprecher Harald Schiffl der "Tagespost" (Donnerstag) mit. Ziel bleibe es, den Nonnen einen Lebensabend "in Sicherheit und geistlichem Frieden" zu ermöglichen.
Grasl sei den drei Schwestern "seit vielen Jahren als Mitbruder im Orden verbunden" und schätze "ihren jahrzehntelangen Dienst in Kirche und Gesellschaft sehr", so Schiffl. Seit Beginn der aktuellen Situation bemühe er sich, ihnen seelsorglich zu begegnen - "im Gebet, durch Gesprächsangebote und durch die Sorge um eine gesicherte Lebens- und Glaubenssituation". Zu einer direkten Begegnung war es dabei jedoch nicht gekommen.
Dem Vorwurf, Gespräche verweigert zu haben, widersprach Schiffl. Es habe in den vergangenen Jahren zunächst in Goldenstein und dann im Pflegeheim, das die Schwestern im Sommer verließen, um in ihr Kloster zurückzukehren, zahlreiche persönliche Kontakte gegeben. "Sein aufrichtiger Wunsch bleibt, ohne öffentlichen Druck und falsche Tatsachen ruhig, ehrlich und wertschätzend miteinander, so wie früher auch, reden zu können."
Die einstige Entscheidung für eine Pflegeeinrichtung sei - auch auf "dringendes ärztliches Anraten hin" - laut Schiffl in Absprache mit den Schwestern erfolgt. Bewusst sei ein kirchlich geführtes Heim gewählt worden, "damit die Schwestern ihr geistliches Leben in einer vertrauten Umgebung weiterführen können".
Im Herbst, Wochen nach der Rückkehr der Schwestern nach Goldenstein, habe der Propst eine Lösung vorgeschlagen, die laut Schiffl ihren Wunsch nach Heimat mit notwendigen Rahmenbedingungen verbinde. Vorgesehen gewesen seien demnach altersgerechte Umbauten im Kloster, die Wiederherstellung der Klausur sowie regelmäßige ärztliche Betreuung, professionelle Pflege und seelsorgliche Begleitung. Die Mittel dafür würden bereitgestellt. Eine zunächst positive Reaktion sei später zurückgezogen worden, so der Sprecher.
Die aktuelle Situation mit Medieninteresse und wechselnden Unterstützergruppen entspreche nicht einem "geordneten klösterlichen Rahmen", ließ Grasl ausrichten. "Ein Kloster soll ein Ort der Ruhe, der inneren Sammlung und klarer Strukturen sein." Der Propst habe zudem das zuständige vatikanische Dikasterium um Befassung mit dem Fall ersucht und erhoffe von dieser Seite "Lösung und Klärung" für das weitere Schicksal der Schwestern.
Hinsichtlich der Höhe, Verwaltung und Verwendung der Spendeneinnahmen für die Goldensteiner Schwestern erklärte Schiffl, Grasl habe dazu weder Einfluss noch Einblick. Zu Social-Media-Aktivitäten, beauftragten Anwälte, Juristen oder Beratern sowie zu Detailfragen der Spendenverwaltung wolle er derzeit nicht Stellung beziehen; dies liege "in der Verantwortung des sogenannten 'Helferteams', das sich der Schwestern angenommen hat", so Schiffl wörtlich.
Quelle: kathpress