
Diözese Graz-Seckau auf Suche nach Organisten
Die Diözese Graz-Seckau hat zur Suche nach neuen Orgelspielerinnen und -spielern aufgerufen. In vielen der fast 600 Kirchen der Steiermark werde Nachwuchs dringend benötigt, heißt es in einer Aussendung vom Freitag. Etliche Gemeinden würden bereits auf automatische Orgelbegleitung zurückgreifen, dieser Kompromiss könne jedoch den lebendigen, auf die Gemeinde abgestimmten Einsatz eines menschlichen Organisten nicht ersetzen, wird der Grazer Domorganist Christian Iwan zitiert. Auch in anderen österreichischen Diözesen werden Kirchenmusiker gesucht.
Besonders gefragt seien Organistinnen und Organisten jeglichen Alters mit Bereitschaft, an den sonntäglichen Feiern mitzuwirken. Da die Orgel ein anspruchsvolles Instrument ist, das sowohl mit den Händen als auch mit den Füßen gespielt wird, seien gewisse körperliche Voraussetzungen erforderlich. Eine gewisse Begeisterung für die Musik und Engagement für den Gottesdienst müsse man mitbringen, Vorkenntnisse nicht unbedingt. "Mit etwas Übung kann man bereits in etwa zwei Jahren einfache Kirchenlieder begleiten", erklärt Herbert Handl, Orgellehrer an der Musikschule Bruck an der Mur.
Nur wenige Organistinnen und Organisten sind hauptberuflich im Einsatz, viele spielen für ein kleines Honorar oder gänzlich ehrenamtlich. Für den Dienst als Kirchenorganist sollte man bereit sein, früh aufzustehen, zumal die Gottesdienste häufig morgens stattfinden. Auch eine gewisse Kälteresistenz ist nötig, da die Orgeln in vielen Kirchen unbeheizt sind. Wer Interesse am Orgelspiel oder an dessen Erlernen hat, möge sich bei den jeweiligen Musikschulen oder direkt beim diözesanen Referat für Kirchenmusik informieren, so die Aussendung.
Quelle: kathpress