
Zsifkovics bei Benefizsuppenessen: In die Menschenwürde investieren
Als "Investition in das wertvollste Gut - in den Menschen in seiner ganzen Würde" hat Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics die "Aktion Familienfasttag" der Katholischen Frauenbewegung (kfb) beim traditionellen Benefiz-Suppenessen in der Weinbauschule Eisenstadt gewürdigt. Unter dem Motto "Gemeinsam Zukunft gestalten" erinnerte die kfb der Diözese Eisenstadt daran, dass die Würde des Menschen "nicht verhandelbar ist und gesellschaftliche Teilhabe keine Selbstverständlichkeit darstellt - weder global noch vor der eigenen Haustür". Das gelte insbesondere in einer Zeit, in der Gleichberechtigung und Vielfalt zunehmend unter Druck geraten, hieß es in einer Aussendung der Diözese am Mittwoch.
Der Familienfasttag zeige, dass globale Verantwortung im Kleinen beginnt: bei Bewusstsein, Engagement und der Bereitschaft, über Grenzen hinweg mitzudenken, erklärte Roselinde Strommer, ehrenamtliche Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Burgenland: "Teilhabe ist kein Schlagwort, sondern eine Haltung. Und sie beginnt dort, wo Menschen nicht wegsehen, sondern mitgestalten."
Im Fokus stand die diesjährige Spendenaktion für das Projekt SEEDS (Socio Economic and Education Development Society), das indigene Frauen im ostindischen Bundesstaat Jharkhand unterstützt. Ziel ist es, Frauen zu stärken, ihre Rechte zu kennen und einzufordern sowie an gesellschaftlichen Entscheidungen teilzuhaben. SEEDS ist derzeit in 131 Dörfern aktiv, rund 3.000 Frauen engagieren sich dort für ein Leben ohne Gewalt, für Selbstbestimmung und Gleichberechtigung.
Solidarität über Grenzen hinweg
Dabei gehe es nicht um Hilfe von oben, sondern um Partnerschaft auf Augenhöhe, hieß es seitens der kfb. Er wünsche den Projektpartnerinnen, "dass sie nicht nur Advokatinnen ihrer Anliegen sind, sondern richtige Eisbrecherinnen dafür werden", betonte Bischof Zsifkovics. Er sei überzeugt, dass solche Bildungsinitiativen "immens wichtig sind, um etwas von der Wurzel her zu erneuern".
"Kirche und Politik tragen gemeinsam Verantwortung für soziale Gerechtigkeit und Orientierung. Solidarität ist ein wichtiger Teil der burgenländischen Identität", erklärte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Er verwies auch auf die enge Zusammenarbeit zwischen dem Land Burgenland, der Diözese Eisenstadt und der indischen Partnerdiözese Kanjirapally, in deren Rahmen indische Pflegefachkräfte für das Burgenland gewonnen werden konnten.
Die Suppen wurden heuer von dem durch den Missio-Österreich-YouTube-Kanal als "Internet-Koch" bekannten Pinkafelder Stadtpfarrer Norbert Filipitsch gekocht und von den Schülerinnen und Schülern der Weinbauschule serviert. Die Segnung der Suppen nahmen Bischof Zsifkovics und Superintendent Robert Jonischkeit vor.
Quelle: kathpress