
Benefizsuppenessen in Wörgl für eine gleichberechtigte Zukunft
Im Tagungshaus Wörgl der Erzdiözese Salzburg fand am Donnerstag das traditionelle Benefizsuppenessen der Katholischen Frauenbewegung (kfb) im Tiroler Teil der Erzdiözese statt. kfb-Salzburg-Vorsitzende Michaela Luckmann konnte u.a. den Salzburger Weihbischof Hansjörg Hofer und den Wörgler Bürgermeister Michael Riedhart begrüßen. Die Fastensuppe für den guten Zweck kochte das Seniorenheim Wörgl, ausgeschenkt wurde die Suppe von Weihbischof Hofer und den kfb-Frauen. Die Rednerinnen und Redner betonten die Notwendigkeit, auf die Gleichberechtigung von Frauen in Kirche, Gesellschaft und Politik noch mehr Aufmerksamkeit zu lenken.
Hofer bezeichnete das Benefizsuppenessen im Rahmen der Aktion Familienfasttag als "großes Zeichen der Solidarität". Die Aktion sei keine Selbstverständlichkeit. "Was uns heute eint, ist die Stärkung der Frauen. Der heutige Tag ist ein Markenzeichen, ein Rufzeichen und ein Fragezeichen zugleich." Er solle daran erinnern, dass es das ganze Jahr über Aufmerksamkeit für die Rechte, die Leistungen und das Wohl von Frauen brauche.
Gleichberechtigung notwendig
kfb-Vorsitzende Luckmann betonte die Notwendigkeit der Gleichberechtigung. Es gelte, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass eine gleichberechtigte Teilhabe am politischen und am gesellschaftlichen Leben möglich sei. "Teilhaben heißt, gleichberechtigt mitgestalten. Da sind wir an manchen Stellen immer noch sehr weit weg davon. Es macht einen großen Unterschied, welchen Hintergrund man mitbringt. Das dürfte es nicht haben. Da haben wir auch in Österreich noch einen Nachholbedarf, nicht nur in der Kirche, auch in der Politik."
Gespendet wurde bei der Benefizaktion für ein Frauenprojekt in Indien: Das Modellprojekt "Seeds" ist in 131 Dörfern aktiv und arbeitet seit 1995 mit indigenen Frauen im ostindischen Bundesstaat Jharkhand. Rund 3.000 Frauen engagieren sich dort für ein Leben ohne Gewalt, für Selbstbestimmung und Gleichberechtigung.
Quelle: kathpress