
Goldenstein-Nonnen planen Romreise zur Papst-Audienz
Die drei betagten Ordensfrauen, die vergangenen Herbst mit der Besetzung ihres zuvor bereits aufgelassenen Klosters Goldenstein bei Salzburg weltweit bekannt geworden sind, wollen zu Monatsende nach Rom reisen und hoffen auf eine Begegnung mit Papst Leo XIV. Das hat die Sprecherin der drei Nonnen, Christina Wirtenberger, am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress bestätigt. Spender hätten die Reise, an der auch mehrere weitere Personen als Begleiter und Pfleger teilnehmen, ermöglicht.
Konkret ist für den 28. April ein Flug von München nach Rom und eine größere Wohnung für die ganze Reisegruppe gebucht. Am 29. April wollen die Nonnen an der Generalaudienz auf dem Petersplatz teilnehmen und dürfen in der vordersten Reihe sitzen, sagte Wirtenberger. Eingefädelt worden sei dies vom Journalisten und Vatikan-Experten Andreas Englisch, der die Reisepläne auch in der aktuellen Folge seines Podcasts "Vatikangeflüster" bekanntgegeben hatte.
Hoffen auf Gespräch mit dem Papst
Eine offizielle Einladung durch den Vatikan habe es im Vorfeld allerdings nicht gegeben, betonte die Sprecherin. Die Nonnen hofften auf eine kurze Begegnung und womöglich ein Gespräch mit dem Papst, darüber hinaus sei die vatikanische Präfektur die Ansprechstelle.
Der Journalist Englisch hatte in seinem Podcast "spannende Tage mit den drei rebellischen Ordensfrauen und ihren Begleitern" angekündigt. Es sei dies ihr erster Besuch in der Ewigen Stadt, womit sich ein Traum für sie erfülle.
Im Dezember hatten sich die Augustiner Chorfrauen Rita, Regina und Bernadette in einem Brief an den Vatikan gewandt und um eine Lösung in dem Streit gebeten, was den Verbleib im Kloster und die kirchenrechtliche Zuständigkeit für sie betrifft. Eine endgültige Antwort darauf habe es bis dato nicht gegeben, sagte Wirtenberger. "Die Causa ist weiter in Schwebe. Allerdings gehe ich persönlich davon aus, dass die Schwestern noch weiter im Kloster bleiben dürfen, da es bisher keine Verweisung aus diesem gegeben hat."
Quelle: kathpress