
Karmeliten: P. Paul Saji Bavakkat als Provinzial wiedergewählt
Die Männerklöster des Teresianischen Karmels in Österreich haben P. Paul Saji Bavakkat erneut für eine Amtszeit von drei Jahren zum Provinzial gewählt. Er hatte das Amt bereits in den vergangenen drei Jahren inne. Die Karmeliten hielten von 13. bis 17. April 2026 ihr Provinzkapitel ab. Das Leitungsteam der österreichischen Provinz der Karmeliten wird von zwei Provinzräten komplettiert: So stehen dem Provinzial P. Alexander Schellerer als erster Provinzrat und P. Paul Weingartner als zweiter Provinzrat zur Seite.
Das Provinzkapitel wird alle drei Jahre abgehalten. Die Teilnehmer sind Mitbrüder, die bisher in Leitungsaufgaben waren und Delegierte, die von den Mitbrüdern gewählt wurden.
Bavakkat wurde 1975 in Kerala in Indien geboren. 1996 trat er in den Karmelitenorden ein, die Priesterweihe folgte 2004. 2007 kam er nach Deutschland, wo er in der Diözese Essen drei Jahre als Kaplan und weitere sechs Jahre als Pfarrer sowie als Prior des Karmelitenklosters Dilldorf tätig war. 2016 kam er nach Österreich, um an der Katholischen Universität Linz im Fach Kirchenrecht ein weiterführendes Studium zu beginnen. Seit 2017 war er Prior und Mitglied im Provinzrat der Karmeliten in Österreich. 2023 wurde er zum ersten Mal zum Provinzial der Karmeliten in Österreich gewählt.
Kontemplativer Orden
Der Orden der Unbeschuhten Karmeliten (Teresianischer Karmel) ist ein Reformzweig des Karmelitenordens, der von Teresa von Avila (1515-1582) und Johannes vom Kreuz (1542-1591) begründet und 1593 selbstständig wurde. Als äußeres Zeichen der Reform galten die Hanfsandalen, was den Schwestern und Brüdern der Reform den Namen die "Unbeschuhten" Karmelitinnen und Karmeliten gab. Der Orden widmet sich vor allem dem Gebet, der geistlichen Begleitung und der Seelsorge.
Das erste Kloster der Unbeschuhten Karmeliten in Österreich entstand 1622 in Wien-Leopoldstadt durch eine Stiftung von Kaiser Ferdinand II. und dessen Gemahlin Eleonora. 1783 wurde der Konvent unter Kaiser Joseph II. aufgehoben, konnte sich aber als Karmelitenpfarre bis 1838 halten. Aus den Mitteln des Religionsfonds wurde 1900 ein neues Kloster in Wien-Döbling errichtet.
Zum Teresianischen Karmel in Österreich gehören zehn Schwesternklöster in Bärnbach, Graz, Himmelau, Innsbruck, Linz, Maria Jeutendorf, Mariazell, Mayerling, Rankweil und Wien sowie drei Brüderklöster in Graz, Linz und Wien. Dazu kommen zwei karmelitanische Schwesternkongregationen: die Marienschwestern vom Karmel und die Karmelitinnen vom Göttlichen Herzen Jesu.
Die Brüderklöster sind zur "Semiprovinz Österreich zum Hl. Leopold" zusammengeschlossen. Sitz des Provinzialats ist das Kloster in Wien-Döbling.
(Infos: www.karmel.at)
Quelle: kathpress