
aktion leben zu Budgetplänen: "Nicht auf Kosten der Familien"
Die geplante Senkung der Lohnnebenkosten sorgt für Kritik an möglichen Folgen für Familienleistungen. "Senkung der Lohnnebenkosten ja, aber nicht auf Kosten der Familien", lautete die Kritik von Johann Hager, Präsident von "aktion leben österreich". Trotz Steuersenkungen müsse die Finanzierung des "Familienlastenausgleichsfonds" (FLAF) sichergestellt werden. "Wir befürworten die Entlastung des Faktors Arbeit, wenn Arbeitsplätze damit gesichert werden können. Wir betonen aber, dass dies nicht auf Kosten der Familien gehen darf. Damit es zu keinen Leistungskürzungen kommt, ist somit ein Ausgleich aus anderen Finanzierungsquellen nötig", betonte Hager.
Hintergrund ist die geplante Reduktion der Dienstgeberbeiträge von 3,7 auf 2,7 Prozent, aus denen sich der FLAF überwiegend speist. Dadurch drohen Einnahmenausfälle, deren Auswirkungen laut "aktion leben" derzeit noch unklar sind. Aus dem Fonds werden zentrale Leistungen wie Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld finanziert, ebenso Freifahrten, Schulbücher, Unterhaltsvorschuss und der Familienhärteausgleich.
Informationen fehlen
Kritisch sieht die Organisation auch weitere geplante Maßnahmen, wie die ausgesetzte Valorisierung von Familienleistungen bis 2028. Somit würden Familien bereits zur Budgetkonsolidierung beitragen, hieß es. "Der Familienbonus bleibt erhalten, aber nicht in der derzeitigen Form. Von 2.000 Euro Familienbonus soll ein Teil für den zweiten arbeitenden Elternteil ab dem 3. Geburtstag des Kindes reserviert sein. Sprich: Anreiz zur Erwerbstätigkeit", informierte Hager. Und ergänzte: "Hier wissen wir noch zu wenig."
Zentral sei, dass der Familienbonus bleibe, betonte "aktion leben", da dieser für viele Familien wichtig sei. Jedoch dürften Alleinerziehende und Alleinverdienende, deren Partner oder Partnerin etwa wegen Krankheit nicht arbeiten können, nicht benachteiligt werden, forderte Hager, Präsident des überkonfessionellen Vereins.
Quelle: kathpress