
Lackner zu Papst Leo XIV.: "Hirte mit weltkirchlicher Perspektive"
Als "besonnenen und somit umso stärkeren Verkünder des Friedens", dessen Stimme "weit über die Grenzen der Kirche hinaus" gehört wird: So hat der Salzburger Erzbischof Franz Lackner Papst Leo XIV. anlässlich dessen ersten Jahrestag als 267. Papst der Kirchengeschichte gewürdigt. Der US-Amerikaner Robert Francis Prevost scheue sich nicht, "die Botschaft Christi gerade auch den vermeintlich Mächtigen vorzustellen", so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz in einem der Kathpress vorliegenden Schreiben am Freitag.
Lackner hob zudem die weltkirchliche Erfahrung des Papstes hervor und sprach von einem "Mann des Evangeliums und der Wahrheit". Leo XIV. setze "kleine Gesten" mit großer Wirkung. Seine Stimme, "die er im Namen Gottes erhebt", sei in einer "lauten und polternden Welt" zu jener "der Menschheit und Menschlichkeit geworden". Zwar sei auch die Stimme des Papstes nur "eine einzelne, leise Stimme in einer lauten und polternden Welt, doch sie wird gehört".
Der heute 70-jährige Leo XIV. ist der erste US-Amerikaner und zugleich der erste Angehörige des Augustinerordens im Papstamt. Vor seiner Wahl leitete Prevost die vatikanische Behörde für Bischöfe. Zuvor war er unter anderem Generalprior des Augustinerordens sowie Bischof der peruanischen Diözese Chiclayo. 2023 holte ihn Franziskus in die römische Kurie.
Laut Lackner sei Leo "in seinem Wirken für den Glauben, den Frieden und die Einheit aller" auch eins mit seinen Vorgängern. Leos Vorgänger Papst Franziskus stand 12 Jahre - seit seiner Wahl am 13. März 2013 bis zu seinem Tod am 21. April 2025 - der römisch-katholischen Kirche vor.
Prevost wurde am zweiten Tag des Konklaves im vierten Wahlgang zum neuen Papst gewählt und nahm den Namen Leo XIV. an. Die feierliche Amtseinführung von Papst Leo XIV. erfolgte am 18. Mai.
Quelle: kathpress