
Wien: Interreligiöser Pavillon im ESC-Village eröffnet
Interreligiöses Speed-Dating, eine Living Library und eine Wall of Hope: Am Dienstag wurde der Interreligiöse Pavillon im ESC Village am Wiener Rathausplatz eröffnet. Unter dem Motto "United in Humanity - Connected by Music" steht der "Begegnungsraum" bis zum 16. Mai Menschen unterschiedlicher Herkunft und Glaubensrichtung offen. Unter den ersten Gästen waren Bürgermeister Michael Ludwig und Vertreter aus zwölf Religionsgemeinschaften; darunter Bischofsvikar Dariusz Schutzki, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Oskar Deutsch, der evangelische Superintendent Mathias Geist, der Präsident der Buddhistischen Religionsgesellschaft Gerhard Weißgrab, der methodistische Superintendent Stefan Schröckenfuchs, Imam Ermin Sehic und Walter Hessler von der Neuapostolischen Kirche.
Es sei ein besonderer Ort der Begegnung, teilte Bürgermeister Ludwig seine Eindrücke der Eröffnung auf Social Media. Zusammen mit den Religionsgemeinschaften wolle die Stadt Wien ein starkes Zeichen setzen und "in einer Welt, in der es politische Kräfte gibt, die das Gegeneinander in den Vordergrund stellen", das Miteinander in den Mittelpunkt stellen. "Gerade in bewegten Zeiten sind Zusammenhalt, gegenseitiger Respekt und der Dialog wichtiger denn je", so Ludwig. Diese Werte vertrete auch der 2023 initiierte "Wiener Religionsrat", der anerkannte Religionsgemeinschaften vereine und einen kontinuierlichen Austausch, gegenseitigen Respekt und die Zusammenarbeit im interreligiösen Dialog fördere.
"Im Interfaith Pavillon kann man sich einfach unterhalten, offene Fragen stellen oder in Form eines Speed-Datings oder eines Quizspiels ins Gespräch kommen", berichtete Edina Kiss aus dem Projektteam der Erzdiözese Wien gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress. Vor Ort wird ein sogenanntes Interfaith-Team bereitstehen.
Die verschiedenen Religionsgemeinschaften bieten zahlreiche Aktivitäten an: unter anderem eine "Living Library" mit Vertreterinnen und Vertretern der Religionen, die ihr Wissen teilen, unterschiedliche Workshops (z. B. Achtsamkeitsworkshops), Glückskekse mit Friedensbotschaften, eine multireligiöse Spotify-Playlist und eine interaktive "Wall of Hope", wo alle Besucherinnen und Besucher ihre Botschaften für ein friedliches Zusammenleben anbringen können.
Initiiert wurde das Projekt von Mitarbeiterinnen des Pastoralamtes der Erzdiözese Wien. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften, etwa dem Buddhismus, Judentum, Bahá'í, Sikhismus, Islam sowie unterschiedlichen christlichen Konfessionen, und in Kooperation mit der Stadt Wien und der kirchlichen Initiative "Denk Dich Neu" wurde es umgesetzt.
Der Pavillon ist vom 12. bis 16. Mai jeweils von 16 bis 19 Uhr geöffnet und befindet sich im ESC Village am Wiener Rathausplatz am Standort 4, nahe dem barrierefreien Eingang. (Info: https://www.erzdioezese-wien.at/138480/united-in-humanity-connected-by-music)
Quelle: kathpress