
Burgenländische ökumenische Pilgerreise nach Kreta
Fast 70 Burgenländerinnen und Burgenländer sind dieser Tage auf einer ökumenischen Pilgerreise auf der griechischen Insel Kreta unterwegs. Geleitet wird die Pilgerfahrt gemeinsam vom Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics, dem griechisch-orthodoxen Metropoliten von Austria, Arsenios (Kardamakis), und dem evangelischen Alt-Superintendenten Manfred Koch. Metropolit Kardamakis stammt aus Kreta. Bischof Zsifkovics und der Metropolit waren bereits mehrmals gemeinsam auf Reisen, u.a. auch auf Kreta. Sie pflegen eine enge Freundschaft.
Die Pilgerfahrt verbindet laut Diözese Eisenstadt spirituelle Vertiefung, ökumenische Begegnung und kulturelle Bildung und soll Kreta als Schnittpunkt von Glaube, Geschichte und europäischer Frühkultur erfahrbar machen. Zu den spirituellen Höhepunkten der Pilgerreise zählen etwa Besuch bedeutender orthodoxer Klöster wie Agios Georgios Epanosifis, Panagia Kera, Toplou, Arkadi und Panagia Kalyviani.
Am Sonntag stand für die Pilger sowohl die Teilnahmen am Sonntagsgottesdienst in der katholischen Pfarre in Heraklion auf dem Programm, wie auch die Teilnahme an der Prozession der orthodoxen Gemeinde zur Verehrung des heiligen Titus, des Schutzpatrons und ersten Bischofs der Insel sowie Weggefährten des Apostels Paulus. Der Diözesanbischof, der Metropolit und der Alt-Superintendent waren eingeladen, gemeinsam mit dem orthodoxen Erzbischof von Kreta, Eugenios II., und anderen orthodoxen Würdenträgern, die Prozession anzuführen.
In seiner Predigt beim Sonntagsgottesdienst knüpfte Bischof Zsifkovics am Eurovision Song Contest an. Er zog aus diesem Ereignis drei Verbindungslinien zur Osterbotschaft: Erstens die Hingabe, Liebe und Verletzlichkeit - Eigenschaften, die sowohl den Auftritt beim Song Contest als auch Jesu Weg ans Kreuz kennzeichnen. Zweitens die Überraschung: So wie Bulgarien als Siegernation niemand auf dem Radar hatte, sei auch die Auferstehung Jesu die größte Überraschung der Menschheitsgeschichte - ein neues Zeichen des Lebens und der Hoffnung. Drittens das Weitersingen: So wie der Siegersong rund um die Welt getragen werde, seien Christinnen und Christen eingeladen, das österliche Halleluja - die Botschaft von Leben und Hoffnung - in alle Welt hinaus zu singen.
Bischof Zsifkovics lud alle Getauften ein: "Die Osterbotschaft ist eine Einladung an uns, das Lied des Lebens und der Hoffnung, das durch Jesu Tod und Auferstehung in diese Welt hineingesungen wurde, weiter zu singen - mit dem österlichen Halleluja. So werden wir Christen zu Sängerinnen und Sängern, die dieses Halleluja am besten mit ihrem Leben bezeugen."
Quelle: kathpress