
Heimische Kirchenspitzen laden zur "Langen Nacht der Kirchen"
Die Spitzenvertreterinnen und -vertreter der heimischen Kirchen haben in Grußbotschaften eingeladen, an der "Langen Nacht der Kirchen" am 29. Mai teilzunehmen. Unter dem Motto "MUTeinander" öffnen am Freitag wieder zahlreiche Kirchen in fast ganz Österreich ihre Türen zur bereits 22. "Langen Nacht der Kirchen". Aktuell sind in Österreich laut Veranstaltern mehr als 1.700 Veranstaltungen in rund 600 Kirchen und kirchlichen Orten geplant.
Für den Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Bischof Tiran Petrosyan, ist die "Lange Nacht" ein "einzigartiges Fest des Glaubens und der christlichen Gemeinschaft". In einer aktuellen Videobotschaft geht der Bischof auf das aktuelle Motto "MUTeinander" ein: Ihm schenke sein Glaube Mut, "dass Gott uns auch in schwierigen Zeiten begleitet". Zudem mache ihm die kirchliche Gemeinschaft Mut, "in der wir einander stärken und tragen". Die "Lange Nacht der Kirchen" zeige: "Wir sind nicht allein!", so Bischof Petrosyan.
Die evangelische Bischöfin Cornelia Richter hat in einer kurzen Videobotschaft zur Frage Stellung genommen, war ihr Mut gibt und Hoffnung macht: "Wo Gott drin ist, ist auch neues Leben drin; wo Gott mit dabei ist, geht es weiter! Mit aller Kraft, die man braucht, um zu vertrauen und zu bleiben", so Bischöfin Richter.
Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl hält in seiner Videobotschaft fest: "Was ich im Großen nicht verändern kann, das soll ich im Kleinen nicht unversucht lassen." Er sei überzeugt, dass jede und jeder Möglichkeiten habe, "etwas zu tun, etwas zu bewirken und zum Guten und zum Positiven zu verändern". Diese Überzeugung mache ihm Mut: "Es kommt auf meinen Beitrag an, auch wenn er nur klein ist."
Für die altkatholische Bischöfin Maria Kubin ist Mut "die Außenseite dessen, was auf der Innenseite Glauben und Vertrauen heißt", wie sie in ihrer Videobotschaft sagt: "Wenn ich daran glauben kann, dass Gott mich trägt, wenn ich darauf vertraue, dass die Dinge im Leben gut ausgehen werden, weil sie geborgen sind in der Liebe Gottes, dann kann ich auch mutig sein und mutig in die Welt hinein agieren." Diesen Mut wünsche sie allen - in der "Langen Nacht" und darüber hinaus.
Zur Frage, was ihm Mut macht, verweist der reformierte Landessuperintendent Ralf Stoffers in seiner Videobotschaft auf Worte, Gesten oder andere kleine Zeichen von Menschen oder auch von Gott, "die mich daran erinnern: Ich bin jemandem wichtig."
Eröffnet wird die "Lange Nacht" traditionell mit einem österreichweiten Glockengeläut um 17.50 Uhr. Bis auf die Diözese Feldkirch, die 2026 pausiert, beteiligen sich alle heimischen Diözesen, ebenso die Katholische Kirche in Südtirol (Diözese Bozen-Brixen). In den vergangenen Jahren verzeichnete die kirchliche Großveranstaltung österreichweit stets gut 300.000 Besucher. Mit dieser Zahl rechnen die Veranstalter auch heuer. Auch in Tschechien findet wieder die "Lange Nacht" statt, mit landesweit rund 1.600 teilnehmenden Kirchen.
Quelle: kathpress