
Religions for Future fordert raschen Beschluss des Klimaschutzgesetzes
Angesichts der aktuellen Hitzewelle in Europa hat die Initiative Religions for Future Vienna die Bundesregierung und das Parlament zu entschlosseneren Maßnahmen im Klimaschutz aufgerufen. Die erste extreme Hitzewelle des Sommers 2026 unterstreiche die Dringlichkeit wirksamer Klimapolitik, erklärte die Initiative am Mittwoch.
Die derzeitige Wetterlage mit einem sogenannten "Hitzedom" über Europa veranschauliche die Folgen der globalen Erhitzung. Das Thema sei zuletzt durch andere Krisen und Katastrophen aus dem Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten, müsse angesichts der aktuellen Entwicklungen aber wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Die globale Erhitzung mache Extremwetterereignisse wie Hitzewellen häufiger und intensiver, so die Initiative.
Mit Blick auf die Auswirkungen des Klimawandels, darunter Dürren, Trockenheit sowie Gefahren für die Ernährungs- und Trinkwassersicherheit, appellierte Religions for Future Vienna an die Politik, das ausstehende Klimaschutzgesetz möglichst rasch zu beschließen. Dieses solle unter anderem das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 gesetzlich verankern, verbindliche jährliche Zwischenziele für alle Sektoren sowie klare Zuständigkeiten von Bund, Ländern und Gemeinden festlegen. Zudem sprach sich die Initiative für Sofortmechanismen und Sanktionen bei Zielverfehlungen sowie für ein unabhängiges wissenschaftliches Monitoring aus.
Darüber hinaus forderte Religions for Future Vienna, den "Skandal von staatlichen klimaschädlichen fossilen Subventionen in Milliardenhöhe v.a. in den Bereichen Verkehr und Energie" zu beenden. Nach Angaben der Initiative belaufen sich diese laut Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) auf durchschnittlich 4,1 bis 5,7 Milliarden Euro pro Jahr.
Religions for Future Vienna ist ein im Mai 2026 gegründeter interreligiöser Verein, der sich für Klimaschutz und Nachhaltigkeit aus einer religiösen Perspektive einsetzt. Hervorgegangen ist er aus einer seit 2019 bestehenden losen Initiative im Umfeld der Klimabewegung "Fridays for Future". Nach eigenen Angaben will der Verein gegenüber Religionsgemeinschaften, Politik und Gesellschaft "eine starke Stimme für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen" sein. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Vertreter des Christentums, des Buddhismus und der Bahai-Religion.
Quelle: kathpress